• 08. Februar 2013 · 20:59 Uhr

Red Bull reist mit gutem Gefühl nach Barcelona

Hinter dem Sauber C32 ist der Red Bull RB9 dasjenige neue Auto mit den meisten Kilometern auf dem Buckel - Vorzeitiges Ende für Vettel am Freitag kein Drama

(Motorsport-Total.com) - Mit 96 Runden am Freitag schraubte Weltmeister Sebastian Vettel das Red-Bull-Pensum der Jerez-Testwoche auf insgesamt 372 Umläufe beziehungsweise 1.647 Kilometer nach oben. Nach den ersten vier Testtagen im Vorfeld der Saison 2013 hat nur der neue Sauber C32 mehr Kilometer (1.904) auf dem Buckel als der RB9 aus der Feder von Adrian Newey.

Foto zur News: Red Bull reist mit gutem Gefühl nach Barcelona

Die große Frage nach Jerez: Wie schnell ist der neue Red Bull RB9 wirklich? Zoom Download

In puncto Bestzeit rangiert der Red Bull nach dem ersten Aufeinandertreffen der neuen Autos hinter dem Ferrari F138, dem Lotus E21 und dem Force India VJM06 auf Platz vier der Zeitenliste. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass sich Red Bull in Jerez ausschließlich auf Runden mit der Medium- oder der Hard-Mischung konzentrierte. Die schnellere Soft-Mischung von Pirelli wird am RB9 erst in Barcelona zum Einsatz kommen.

Entsprechend zufrieden zeigt sich Vettel nach seinen ersten beiden Tagen im neuen Dienstwagen. "Für das gesamte Team war es ein erfolgreicher Test. Das Auto hatte keine Zuverlässigkeitsprobleme. Wir fuhren eine Menge Runden und ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Was die Performance angeht, können wir noch nichts sagen, weil wir nicht wissen, was die anderen machen", spricht der Weltmeister das bei Testfahrten übliche Versteckspiel aller Teams an.

Im Vergleich zum Stand nach der ersten Testwoche des Jahres 2012 fühlt sich Vettel "ein bisschen besser", wie er sagt, "denn im vergangenen Jahr hatten wir doch ein paar Zuverlässigkeitsprobleme. In diesem Jahr haben wir unsere Hausaufgaben offensichtlich gut gemacht. Jetzt geht es weiter nach Barcelona." Auf dem Circuit de Catalunya finden vom 19. bis 22. Februar und vom 28. Februar bis 3. März die letzten Testfahrten vor dem Saisonauftakt in Melbourne statt.

"Im Verlauf der beiden anstehenden Tests werden wir mit Sicherheit etwas mehr über uns, aber auch über die anderen erfahren", mutmaßt Vettel, gibt jedoch zu bedenken: "Man darf aber nicht vergessen, dass uns in Australien eine ganz andere Strecke und andere Bedingungen erwarten. In Barcelona dürfte es doch deutlich kühler sein als hier und auch kühler als in Australien. Insofern ist es mit Sicherheit schwierig, vor dem Saisonstart ein klares Bild zu haben."

Vorzeitiger Feierabend für Vettel

Für Red-Bull-Technikkoordinator Andy Damerum steht jedenfalls fest, dass auch der letzte Testtag in Jerez "trotz einiger Unterbrechungen ein guter" war. Damit spricht er in erster Linie auf die Tatsache an, dass in den Mittagsstunden der Asphalt im Bereich der Kurven neun und zehn neben der Strecke aufbrach. Nach einer notdürftigen Reparatur konnte der Testbetrieb am Nachmittag aber wie gewohnt weitergehen.

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Dieses Loch im Belag am Ausgang von Kurve neun sorgte für eine Unterbrechung Zoom Download

Vettel will die dadurch entstandene Pause nicht überbewerten: "Ich weiß nicht genau, warum der Asphalt an dieser Stelle aufgebrochen ist. Grundsätzlich versucht natürlich jeder, die Strecke maximal auszunutzen. Da werden die Randsteine voll in die Linie einbezogen. Leider brach der Asphalt an dieser Stelle dann auf. Zu Mittag wurde aber gute Arbeit geleistet und wir bekamen am Schluss eine halbe Stunde Testzeit dazu. Solche Dinge können vorkommen. Ich glaube nicht, dass sich irgendjemand das Auto beschädigt hat und gebe der Strecke keine Schuld."

Dass es der Weltmeister am Freitag anders als Lewis Hamilton (Mercedes; 145 Runden), Esteban Gutierrez (Sauber; 142) und Charles Pic (Caterham; 109) nicht auf eine dreistellige Anzahl Umläufe brachte, begründet Technikkoordinator Damerum mit den Worten: "Wir brachen unsere Arbeit vorzeitig ab, weil wir ein kleines Problem mit einem der Teile hatten, die wir testeten."

Der Zeitverlust hielt sich aber in Grenzen, denn der RB9 mit der Startnummer 1 war bis 17:00 Uhr und somit eine halbe Stunde vor Schluss der verlängerten Session auf der Piste. "Es war nichts Ernsthaftes, aber wir hielten es für einen guten Zeitpunkt, die Arbeit für diese Woche zu beenden", so Damerum, ohne Details zu verraten.

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