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Helmut Marko: Red Bulls Probleme mit RB21 "vielleicht vollständig gelöst"
Erleichterung bei Red Bull nach dem ersten Testtag in Bahrain: Helmut Marko glaubt, dass das neue Auto deutlich besser ist als das 2024er-Modell war
(Motorsport-Total.com) - Als Helmut Marko nach Ende des ersten Testtags im Paddock in Bahrain eine Zwischenbilanz zog, war der 81-Jährige bestens gelaunt: "Die Longruns waren wirklich konkurrenzfähig, fast die schnellsten. Das Auto ist vorhersehbarer und reagiert auf Veränderungen so, wie es sollte." Und: "Die Probleme, die wir im letzten Jahr hatten, sind meiner Meinung nach weitestgehend behoben - oder vielleicht sogar vollständig gelöst."
Weltmeister Max Verstappen belegte bei Testende um 20:00 Uhr Ortszeit (wegen eines zwischenzeitlichen Stromausfalls übrigens um eine Stunde später als geplant) den dritten Platz, 0,244 Sekunden hinter Lando Norris im McLaren, der zum Auftakt ebenfalls recht beeindruckende Longruns zeigte.
"McLaren", räumt Red Bulls mächtiger Motorsportkonsulent ein, "war sehr konstant und schnell, ebenso Mercedes. Die niedrigeren Temperaturen könnten vielleicht erklären, warum Mercedes heute so schnell war." Von Ferrari und Lewis Hamilton hingegen habe er sich "mehr erwartet". Für ein endgültiges Urteil sei es aber noch viel zu früh, denn: "Es bleiben noch zwei weitere Testtage. Wir werden sehen."
Dass am Ende eine Viertelsekunde auf Norris fehlte, beunruhigt Marko nicht: "Auf seiner schnellsten Runde ist Max das Auto einmal leicht ausgebrochen, sodass noch etwas mehr möglich gewesen wäre. Aber insgesamt sind wir mit den Longruns wirklich zufrieden." Und, in der modernen Formel 1 besonders wichtig: "Unser Reifenverschleiß war ebenfalls sehr gut. Das Auto bietet einen größeren Arbeitsbereich und ist vorhersehbarer - insbesondere für die Fahrer. Das ist gut."
Eine Einschätzung, die Verstappen teilt. Er sagt: "Es gab nur positive Überraschungen, was natürlich erfreulich ist. Über unsere Pace können wir noch nichts sagen, aber alles funktioniert einwandfrei, und das Auto reagiert genau so, wie ich es mir wünsche. Alles ist unter Kontrolle. Genau das kann man sich zu Beginn der Testfahrten nur erhoffen."
Red Bulls Nummer 2, Perez-Ersatz Liam Lawson, durfte bereits am Vormittag fahren. Während Verstappen 74 Runden abspulte, kam Lawson auf deren 58. In der Zeitentabelle fehlten ihm 1,130 Sekunden auf die Bestzeit von Norris - aber unter denen, die nur am Vormittag fuhren, gehörte er zu den Schnellsten.
Lawson sei "ein bisschen enthusiastischer" als Sergio Perez, grinst Marko - womöglich eine Anspielung auf einen kleinen Ausritt, der aber ohne Folgen und Blechschaden blieb. Ansonsten habe der 23-Jährige "einen guten Job gemacht". Und das, obwohl unter perfekten Bedingungen wahrscheinlich sogar eine bessere Rundenzeit möglich gewesen wäre.
"Er konnte beim Wechsel von harten auf mittlere Reifen nicht so viel Zeit gutmachen", erklärt Marko. "Wir haben zudem eine Anpassung am Auto vorgenommen, die nicht funktioniert hat, obwohl sie uns logisch erschien. Während alle anderen drei bis fünf Zehntel gefunden haben, konnte er nur eine Zehntel zulegen."
Lawson selbst sieht für sich "noch viel Potenzial, da ich mich an ein neues Team gewöhnen muss. Aber auch aus Teamsicht geht es darum, das Auto besser zu verstehen und diese Testtage optimal zu nutzen. Wir hatten eine Testliste mit verschiedenen Punkten und konnten das gesamte Programm abarbeiten - was immer ein gutes Zeichen ist."