• 24. Oktober 2015 · 13:36 Uhr

Wurz: In Ungarn hat Rosberg einen Satzball vergeben

Ex-Formel-1-Pilot Alexander Wurz analysiert das Mercedes-Duell und macht einen Knackpunkt in der diesjährigen Saison aus: der Ungarn-Grand-Prix

(Motorsport-Total.com) - 42 zu elf Siege, allein in dieser Saison steht es in diesem Vergleich neun zu drei: Lewis Hamilton behält in der Statistik des Mercedes-Duells klar die Oberhand und deklassiert Nico Rosberg. Der 30-jährige Deutsche hat gegen seinen gleichaltrigen Teamkollegen kein Rezept im Kampf um den Titel in der Formel 1 gefunden - auch nicht im zweiten Jahr der Rivalität. GPDA-Vorsitzender Alexander Wurz beschreibt anhand einer Rennszene, wie es beim Deutschen innerlich aussieht.

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Alex Wurz analysiert das Mercedes-Duell: Rosberg zu fixiert auf Hamilton Zoom Download

"Nico hat in diesem Jahr auch auf technischer Seite mehr Pech gehabt", schickt der Österreicher im Gespräch mit 'Sky Deutschland' voraus. Für den WEC-Piloten hat es eine Schlüsselszene in dieser Saison gegeben: in Budapest. (Hier zum Ungarn-Rennbericht!) "Da hat er uns mit seinem Funkspruch Einblick in seine Denkweise gegeben, indem er gefragt hat, auf welchen Reifen Lewis unterwegs ist." Wurz schildert weiter, dass er die gleiche Reifenmischung (die härtere) wie sein Teamkollege für den nächsten Boxenstopp bestellt hatte, was sich allerdings als falscher Schachzug erweisen sollte, da die Konkurrenz auf dem weicheren Reifen schneller unterwegs war.

"Er hat sich dann aber den harten Reifen abgeholt und so einen Satzball abgegeben, Lewis war am Schluss vor ihm. Das ist nur ein Beispiel für die diesjährige Saison, wo es einfach nicht ganz so gut gelaufen ist. Er hat sich vielleicht zu sehr auf Hamilton fixiert, als dieser auf einer richtig guten Welle war. Dann war er einfach nicht zu schlagen", analysiert der ORF-Experte.

Vor dem Grand Prix der USA in Austin sind die Positionen in der Weltmeisterschaft klar bezogen, Hamilton führt überlegen vor Sebastian Vettel, Rosberg folgt auf Rang drei mit bereits 73 Zählern Rückstand. (Zum WM-Stand!) Sollte es am Sonntag ebenfalls regnen, dann erwartet Wurz eine "Lotterie", wo vieles passieren kann. Trotzdem ist auch er überzeugt: "Im Grunde wird er (Hamilton; Erg. d. Red.) den Sack zumachen. Er wird dann der erste Brite sein, der seinen Titel verteidigt hat. Das ist ja auch eine Leistung, eine Glanzsaison von Hamilton bisher. An dem Glanz wird sich in Austin nichts ändern, auch wenn es regnet."


Fotostrecke: Fahrer über Austin: American Way of Racing

Der Sprecher der Fahrervereinigung (GPDA) befürwortet die Entscheidung der Rennleitung, das zweite Freie Training am Freitag abgesagt zu haben. (Zum Bericht!) Er erzählt, dass bei dem Langstrecken-Rennen der WEC im Vorjahr auf dem Circuit of The Americas etwas Ähnliches passiert sei: "Wir hatten hier im Vorjahr bei der WEC auch so ein starkes Unwetter. Hier gibt es ein lokales Gesetzt, das besagt, dass wenn in der Umgebung ein Blitz einschlägt, die Streckenposten nicht auf ihren Posten stehen dürfen."

"Sie müssen zurückgebracht werden, was ewig lange dauert bis sie wieder auf der Strecke aufgestellt sind - bis um die 20 Minuten." Aber auch ohne diese Regelung wäre an eine Durchführung des Trainings nicht zu denken gewesen, da die Sicht auf der Strecke nicht vorhanden war, erklärt der Toyota-Pilot.

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