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Charles Leclerc: McLaren scheint "auf einem anderen Planeten" zu sein
Ferrari ist mit seinem Freitag in Suzuka eigentlich recht zufrieden, auch wenn man das Potenzial noch nicht ausschöpfen konnte - Keine Chance gegen McLaren?
(Motorsport-Total.com) - Der Auftakt zum Grand Prix von Japan in Suzuka (Formel 1 2025 live im Ticker) verlief für Ferrari vielversprechend, auch wenn die Trainingssessions durch zahlreiche rote Flaggen immer wieder unterbrochen wurden. Lewis Hamilton wurde mit 0,430 Sekunden Rückstand Vierter, knapp gefolgt von Charles Leclerc (+0,472), für den das dennoch nur Rang sieben bedeutete.
Trotzdem zeigen sich die Piloten nach dem Freitag optimistisch, dass die Scuderia auf einer soliden Basis aufbauen kann. Vor allem Leclerc ist trotz der schwierigen Bedingungen zufrieden mit seinem Tag. "Ich fand ihn ziemlich positiv. Ich habe heute so viele Dinge ausprobiert, und deshalb war es ein sehr aufschlussreicher Tag", erklärt der Monegasse nach den Sessions.
Doch die ständigen Unterbrechungen machten es schwierig, eine saubere Runde zu setzen. "Wir haben nicht alles zusammengebracht, aber ich glaube, die Performance ist besser, als es auf dem Papier aussieht", so Leclerc weiter. Gerade auf einer Strecke wie Suzuka, die eine präzise Abstimmung erfordert, ist das eine Herausforderung.
Dazu kommt eine große Unbekannte: der Wind. "Ich denke, alles, was wir heute gelernt haben, wird morgen durch die großen Windveränderungen komplett anders sein. Das wird eine große Umstellung, besonders auf einer Strecke wie dieser", betont er.
Auch für Lewis Hamilton, der erst vor wenigen Wochen als Neuzugang zu Ferrari wechselte, war es ein spannender erster Arbeitstag mit der Scuderia in Japan: "Es war ein wirklich schöner Tag. Diese Strecke ist einfach unglaublich - sie hört nie auf, einen zu begeistern, wenn man sie fährt", schwärmte der Brite.
Doch trotz der positiven Eindrücke gibt es noch Arbeit für das Team: "Wir haben alles durchgearbeitet, aber wir müssen noch etwas Performance finden - wir sind im Moment nicht die Schnellsten", gibt Hamilton zu. Er zeigt sich aber zuversichtlich, dass das Team mit den richtigen Anpassungen noch Fortschritte machen kann. "Wir haben eine gute Basis", stellt er klar.
Leclerc: McLaren auf einem anderen Planeten
Leclerc hingegen hadert ein wenig mit der mangelnden Fahrzeit. "Es war frustrierend, weil ich nie eine saubere Runde zusammenbekommen habe - entweder wegen Verkehr oder einer roten Flagge, dann noch einer und noch einer", schildert er die Probleme des Tages.
Trotzdem sei es ein wertvoller Freitag gewesen: "Wir haben viele Änderungen vorgenommen, und es war ein guter Tag. Ich habe heute viel über dieses Auto gelernt und vielleicht auch verstanden, was ich für die kommenden Rennen mehr brauche."
Die Konkurrenz analysiert der Monegasse ebenfalls aufmerksam - und kommt zu einer eindeutigen Erkenntnis: "Wir müssen vorsichtig sein, denn McLaren scheint auf einem anderen Planeten zu sein." Tatsächlich hatten sich die Papaya-Boliden im Laufe des Tages als das Maß der Dinge erwiesen.
Hamilton will weiter lernen
Für Hamilton steht unterdessen weiterhin das Eingewöhnen in seine neue Umgebung im Vordergrund. "Ich habe mich nicht wirklich darauf konzentriert, was die anderen tun, sondern vor allem versucht, so viel wie möglich zu lernen und mit dem Team weiterzuwachsen", erklärt er.
Dabei helfe ihm jeder Trainingskilometer: "Von Wochenende zu Wochenende werde ich mit der Umgebung und dem Auto vertrauter - es geht darum, sich an alles im Cockpit zu erinnern und die verschiedenen Einstellungen zu verinnerlichen."
Der siebenmalige Weltmeister betont, dass er sich im Ferrari immer wohler fühle: "Ich probiere mehr aus, verstehe die Set-up-Änderungen besser und komme langsam an den Punkt, an dem ich das Auto in die richtige Richtung lenken kann. Ich weiß nun besser, welche Werkzeuge mir zur Verfügung stehen, um das Auto in eine bessere Position zu bringen." Sein langfristiges Ziel sei es, mit Ferrari die Lücke zur Spitze zu schließen - auch wenn McLaren in Suzuka derzeit außer Reichweite scheint.