• 01. April 2025 · 13:57 Uhr

Red Bull: Hat das Team die Probleme gegenüber McLaren gefunden?

Red Bull sieht in den ersten beiden Formel-1-Rennen 2025 positive Ansätze und wirft die Flinte nicht ins Korn - Aber: Konstrukteurswertung wird wohl schwierig

(Motorsport-Total.com) - Die Fahrerfrage für den zweiten Platz bei Red Bull ist geklärt, wo Yuki Tsunoda ab Suzuka den glücklosen Liam Lawson ersetzen wird. Was aber nicht geklärt ist, ist die Frage, wie stark der erste Fahrer im Team bei den kommenden Rennen auftreten wird.

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Red Bull möchte zwei konkurrenzfähige Autos Zoom Download

Max Verstappen hat bislang an den ersten beiden Wochenenden 2025 Schadensbegrenzung betrieben und liegt nach den Plätzen zwei und vier in Australien und China wenigstens auf Rang zwei der Fahrer-WM - acht Punkte hinter Spitzenreiter Lando Norris.

McLaren ist seinem Favoritenstatus bislang gerecht geworden und hat die ersten beiden Saisonrennen gewonnen, in China gab es sogar einen Doppelsieg. "McLaren ist vorne, und wir müssen etwas finden, um das zu kontern", sagt Red Bulls Motorsportkonsulent Helmut Marko gegenüber der niederländischen Ausgabe von Motorsport.com.

Vor dem dritten Saisonlauf in Japan gab es ein Treffen im heimischen Werk in Milton Keynes, wo nicht nur über den zweiten Fahrer gesprochen wurde, sondern vor allem darüber, wie Red Bull den Rückstand auf die Spitze aufholen kann. "Wir sind besorgt, aber es ist nicht so, dass wir die Flinte schon ins Korn werfen würden", betont Marko gegenüber Sky.

Im letzten Drittel läuft's

Denn die ersten Saisonrennen haben durchaus Anlass für Hoffnung gegeben: "Wir sind immer noch Zweiter in der Weltmeisterschaft und waren [in China] schneller als die Ferraris und haben sie auf der Strecke überholt", sagt der Österreicher. "Und mit einem normalen Start hätten wir auch [George] Russell und Mercedes herausfordern können."

Der Red Bull RB21 hat sich nämlich durchaus aus Augenhöhe bewegt. Sowohl in Melbourne als auch in Shanghai konnte Max Verstappen in der Schlussphase mit der Spitze mithalten und die gleichen Rundenzeiten gehen. "Max hat das gespürt, der Grip kam zurück, das Auto wurde schneller", sagt Teamchef Christian Horner.


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"In diesem letzten Drittel war er praktisch das schnellste Auto auf der Strecke", betont er und möchte das verstehen. "Es ist jetzt das zweite Rennen in Folge, in dem unser Auto in der zweiten Rennhälfte stärker wurde", so der Brite.

"Die Frage ist: Warum? Was hat dazu geführt? Wie können wir den Grip schneller aktivieren? Es geht weniger um Balance-Probleme, sondern darum, mehr aus den Reifen herauszuholen."

"Ich habe einfach mehr Grip auf den Reifen", bestätigt auch Verstappen selbst die Steigerung der Performance und erklärt dabei, dass es nicht mit dem schwierigen Handling des Autos zusammenhängt, das den zweiten Fahrern Probleme zu bereiten scheint und das dann besser zu werden scheint. "Nein, das Handling bleibt genau gleich", winkt er ab.

Red Bull hat noch Hoffnung

Verstappen gibt aber zu, dass er von der zweiten Rennhälfte in Shanghai "positiv überrascht" war, nachdem es im Sprint noch genau andersherum gelaufen war und Red Bull dem hohen Reifenverschleiß Tribut zollen musste.

"Das gibt uns etwas mehr Hoffnung und wahrscheinlich auch eine Richtung, in die wir schauen müssen", sagt Verstappen. "Aber natürlich sind wir immer noch nicht da, wo wir sein wollen - vor allem im Vergleich zu McLaren."


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McLaren ist im Moment das Maß aller Dinge, wobei sich bei Red Bull noch keine Panik breitmacht: "Sie sind nicht weit voraus", merkt Horner an und betont, dass Red Bull mit dem RB21 "eine gute Basis" habe, auf der man aufbauen kann.

"Und wir haben einen klaren Entwicklungsplan. Jetzt müssen wir sicherstellen, dass diese Updates uns die entscheidenden Zehntel bringen, um mehr Druck auf McLaren auszuüben", sagt er.

Verstappen so involviert wie nie

Dabei helfen soll natürlich auch Verstappen, der laut dem Teamchef "so intensiv wie nie zuvor" arbeitet und klare Rückmeldungen gibt, was er vom Auto braucht, um die fehlende Pace zu finden.

"Er ist stärker in die Ingenieursgruppe integriert als ich es je gesehen habe. Und wie er selbst gesagt hat, scheint ihm dieser Aspekt sogar Spaß zu machen. Er gerät also nicht in übermäßigen Stress", meint Horner.

"Natürlich ist er - wie jeder Fahrer - ungeduldig, wenn es um Performance geht. Aber er arbeitet mit den Ingenieuren zusammen, stellt Fragen wie: 'Was ist mit diesem Bereich? Was ist mit jenem?' Er gibt genaues Feedback darüber, was er als Fahrer erlebt und wo er die Rundenzeit findet. Und nur so können wir gemeinsam mehr Performance herausholen."


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Dass das durchaus klappen kann, habe McLaren selbst bewiesen, die 2023 und 2024 jeweils nicht gut in die Saison gestartet waren, am Ende aber konkurrenzfähig waren. Und mit acht Punkten Rückstand ist der WM-Zug für Verstappen noch lange nicht abgefahren.

Aber es gibt auch Punkte, die gegen Red Bull sprechen. Einer ist für Sky-Experte Ralf Schumacher Technikchef Pierre Wache, der als Quasi-Nachfolger von Adrian Newey die Aufgabe "nicht im Griff hat", wie der Deutsche meint.

Wache habe das starke Konzept von 2023, mit dem Red Bull fast alle Saisonrennen (außer Singapur) gewonnen hat, nicht weiterentwickeln können und scheint das auch in diesem Jahr nicht geschafft zu haben. "Also fehlt mir die Fantasie, warum man es dann auf einmal hinkriegen soll", so Schumacher.

"Brauchen zwei Autos, die Punkte holen"

Der zweite Negativpunkt ist natürlich die Besetzung des zweiten Autos, das Red Bull schon im Vorjahr den Konstrukteurstitel gekostet hat. "Die Konstrukteurswertung ist eine harte Herausforderung", muss auch Horner zugeben.


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Liam Lawson hat bislang keine Punkte beisteuern können, sodass Red Bull bereits 42 Punkte auf McLaren fehlen. "Wir müssen beim Auto große Fortschritte machen, um überhaupt mitkämpfen zu können. Und dafür braucht man zwei Autos, die Punkte holen", weiß er. Ob Yuki Tsunoda dieser Aufgabe gerecht wird, wird sich zeigen.

Ein starkes zweites Auto wäre aber auch für Verstappen wichtig: "Wenn wir auch in der Fahrerwertung kämpfen wollen, muss unser zweites Auto ebenfalls konkurrenzfähig sein", so Horner. Denn nur so könne man der Konkurrenz Punkte wegnehmen. "Es ist entscheidend für das Team, beide Autos so weit vorne wie möglich zu haben."

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