• 13. April 2018 · 09:30 Uhr

Formel 1 China 2018: Vier Fahrer in 0,1 Sekunden!

Zwischen Mercedes, Ferrari und Red Bull zeichnet sich in Schanghai ein beinharter Kampf ab - Lewis Hamilton sichert sich Bestzeit im zweiten Freitagstraining

(Motorsport-Total.com) - Lewis Hamilton (Mercedes) hat sich die Freitagsbestzeit beim Grand Prix von China (Formel 1 2018 live im Ticker) gesichert, ist damit aber nicht automatisch Topfavorit auf Pole-Position und Sieg in Schanghai. Denn die normalerweise aufschlussreichen Longrun-Analysen am Freitagnachmittag haben ergeben, dass Mercedes, Ferrari und Red Bull Kopf an Kopf liegen, sodass wie schon zuletzt in Bahrain Nuancen über Sieg oder Niederlage entscheiden könnten.

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Lewis Hamilton sicherte sich die Bestzeit am Freitag beim Grand Prix von China Zoom Download

Auf allen drei verfügbaren Reifentypen schenkten sich die Longruns der etablierten Topteams nichts. Auch Red Bull konnte mithalten: "Es schaut nicht so schlecht aus", analysiert Motorsportkonsulent Helmut Marko im 'ORF'. "Die Longruns von Verstappen waren sehr gut. Wenn die Temperaturen so bleiben, wie sie sind, schauen wir hier ganz gut aus."

Und das, obwohl Daniel Ricciardo im zweiten Training mit 1,075 Sekunden Rückstand Neunter wurde. "Da war etwas beim Turbo bei der Einstellung. Der hatte nicht die volle Power", klärt Marko auf. Allerdings handelte es sich dabei um kein fundamentales Problem, denn noch während der Session gab der Österreicher Entwarnung: "Jetzt im Longrun scheint es wieder zu funktionieren."

Auf die schnelle Einzelrunde lagen die Topteams so eng beisammen wie noch nie in diesem Jahr. Hamilton setzte eine Bestzeit von 1:33.482 Minuten - und Kimi Räikkönen (Ferrari), Valtteri Bottas (Mercedes) und Sebastian Vettel (Ferrari) lagen innerhalb von 0,108 Sekunden zum Vorjahressieger!

Während sich Mercedes bei Temperaturen um die 20 Grad Celsius, wie sie heute waren (am Sonntag soll es deutlich wärmer werden), recht wohl fühlt, sieht Ferrari noch Luft nach oben, sollte das Wetter drehen: "Es ist noch nicht so gut, wie ich mir das vorstelle. Das Auto macht noch viel, was ich nicht will. Es ist schwierig, das richtige Temperaturfenster zu treffen. Aber wenn wir es treffen, dann ist es schnell genug, denke ich", strahlt Vettel nach zwei Saisonsiegen Selbstbewusstsein aus.

Kleine Randnotiz: Vettel war - wie zuletzt schon in Australien und Bahrain - in den Trainings langsamer als Teamkollege Räikkönen. Dabei hat der keine optimale Zeit gesetzt: "Ich hatte Verkehr, sonst wäre meine schnelle Runde schneller gewesen", knurrt der "Iceman", am Freitag wie gewohnt zugeknöpft.

Auffällig waren am Freitag auf recht "grüner" und damit rutschiger Strecke viele kleine Fahrfehler, die dank der großen Auslaufzonen allesamt ohne nennenswerte Folgen blieben. Hamilton war gleich zu Beginn von FT2 neben der Strecke ("Ich fürchte, ich habe mir da einen großen Bremsplatten zugezogen"), Verstappen bereits in FT1.

Übrigens: Red Bull schenkte sich im Gegensatz zu Mercedes und Ferrari einen Longrun auf den Medium-Reifen, der härtesten Mischung im Pirelli-Angebot. Das ist insofern interessant, als Pirelli dieses Wochenende Ultrasoft, Soft und Medium anbietet - und den Supersoft überspringt.

"Best of the Rest" waren am Freitagnachmittag Renault und Haas. Nico Hülkenberg (6./+0,831) führte das Verfolgerpaket vor Kevin Magnussen (7./+0,976) und Carlos Sainz (8./+0,991) an. Toro Rosso kam diesmal nur auf die Plätze zwölf und 15: "Für uns wird es hier hart, ins Q3 zu kommen", räumt Teamchef Franz Tost ein.

Auch für McLaren ist der Q3-Einzug kein Selbstläufer. Für mehr Stirnrunzeln als das Tempo von Fernando Alonso (10./+1,150) sorgte aber ein verhunzter Reifenwechsel rechts hinten bei Stoffel Vandoorne (14./+1,681), der dazu führte, dass der Belgier sein Auto ein paar Meter weiter abstellen musste. Nach den Boxenpannen von Haas in Australien und Ferrari in Bahrain ist die FIA darauf sensibilisiert. Vor den Rennkommissaren wegen "unsafe Release" vorsprechen muss McLaren sowieso.

Ganz hinten im Feld lagen am Freitag die "üblichen Verdächtigen". Für Sauber ist nach den ersten WM-Punkten wieder die Realität eingekehrt, und Williams belegte mit Lance Stroll in beiden Sessions den letzten Platz. Der Tiefpunkt aus Williams-Sicht in FT2: als sich Stroll drehte und Sergei Sirotkin (16./+1,858) gleichzeitig den Rückspiegel verlor.

Die Wettervorhersage für Samstag hat sich seit dem letzten Update übrigens gebessert. Über Nacht soll es regnen, rechtzeitig zum dritten Freien Training könnte es aufhören. Das heißt, dass für das Qualifying mit kühlen Bedingungen zu rechnen ist. Stand heute sollte das ein kleiner Vorteil für Mercedes sein. Aber die Silberpfeile galten auch in Australien und Bahrain als Favorit - und gewonnen hat am Ende Ferrari ...

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