• 29. Mai 2016 · 22:56 Uhr

Crashgate 2.0? Doppelter Renault-Ausfall in Monaco

"Wir können loslegen," nutzt Kevin Magnussen die vom Teamkollegen ausgelöste Safety-Car-Phase geschickt aus - Dennoch sieht Renault die Monaco-Zielflagge nicht

(Motorsport-Total.com) - Zwei Ausfälle für Renault in Monaco: Nach der Safety-Car-Phase beschleunigt Jolyon Palmer in der achten Runde übermotiviert auf der Start- und Zielgeraden, wobei der Brite ohne Fremdeinwirkung in die Streckenbegrenzung rutscht.

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Kevin Magnussen beschädigte sich in Monaco seinen Frontflügel Zoom Download

Auf weiterhin sehr nasser Strecke war sein Bolide auf der glatten, weißen Fahrbahnmarkierung der Boxengasse ausgerutscht, wie Palmer eingesteht: "Ich hatte im fünften Gang durchdrehende Räder auf der weißen Linie, die meine Spur kreuzte. Ich konnte nichts dagegen tun, ich war nur noch Passagier und schoss direkt in die Mauer. Wir wissen alle, dass die Strecke schwierig und die weißen Linien rutschig sind, aber sie sind überall. Ich bin enttäuscht, da ich diese Stecke liebe und es in der Vergangenheit gut für mich lief."

"Wir können loslegen," fordert Kevin Magnussen daraufhin die Box zum Reifenwechseln auf. Der Däne tauscht zu einem frühen Zeitpunkt mutig auf die Intermediate-Reifenmischung und ist damit Vorreiter bei der Reifenwahl.

Böse Zungen ziehen schon eine Parallele zur sogenannten "Crashgate-Affäre", als ein Auto vermeintlich bewusst geopfert wurde, um mit dem zweiten Fahrzeug die dadurch ausgelöste Safety-Car-Phase strategisch auszunutzen. Zwar entscheidet sich auch in Monaco die Rennleitung für das Safety-Car, allerdings nur in der virtuellen Variante. Damit kann man den Franzosen keine Böswilligkeit mehr unterstellen, da ein ähnlicher Vorteil wie in Singapur 2008 nicht gegeben war.


Fotostrecke: GP Monaco, Highlights 2016

Der Mut des Dänen zahlt sich aber nicht aus: Wenige Runden später schlägt Magnussen auf weiterhin nasser Strecke in der Mirabeau ein und muss sich einen neuen Frontflügel holen. Der frühe Reifenwechsel sei dennoch die richtige Entscheidung gewesen, so der 23-Jährige: "Wir hatten einen guten Start in das Rennen mit einer guten Strategie nach dem Safety-Car. Wir waren die ersten, die auf Intermediate wechselten. Damit waren wir in einer guten Position, bevor die anderen in die Box fuhren."

Die Bilanz von Renault-Renndirektor Fred Vasseur sieht unterm Strich bescheiden aus: "Es war ein hartes Wochenende für beide Autos. Jolyons Rennen endete, als es erst richtig in Gang kam. Er hatte einen heftigen Abflug. Kevin fragte früh nach den Intermediate-Reifen. Sein Rennen endete mit der Kwjat-Kollision, was besonders ärgerlich ist, da wir im Gegensatz zum Rest des Feldes eine andere Strategie hatten."

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