• 17. März 2013 · 10:04 Uhr

Toro Rosso: Potenzial beim Saisonauftakt nicht genutzt

Auf der einen Seite ist man im italienischen Rennstall zufrieden, denn die Basis des Autos passt, das Rennergebnis konnte jedoch nicht glücklich stimmen

(Motorsport-Total.com) - Das Toro-Rosso-Team reist mit gemischten Gefühlen vom ersten Saisonrennen in Melbourne ab. Jean-Eric Vergne belegte beim Saisonauftakt in Australien Position zwölf. Teamkollege Daniel Ricciardo, der als 14. eine Position hinter seinem Teamkollegen gestartet war, musste sein Auto mit technischen Problemen an der Box abstellen.

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Ausgerechnet Lokalmatador Daniel Ricciardo schied in Melbourne aus Zoom Download

"Das war ein heißer Start", so Vergne. "Ich wurde nach außen gedrückt und war zeitweise im Kiesbett unterwegs. Danach war der erste Rennabschnitt auf den weicheren Reifen lediglich durchschnittlich. Die letzten beiden Abschnitte auf den härteren Gummis waren hingegen sehr gut und konkurrenzfähig, und ich lag ein paar Kurven am Ende sogar in den Punkten."

"Aber als ich Grosjean überholt hatte, zog ich mir an meinen beiden Vorderreifen einen Bremsplatten zu und schoss über meinen Bremspunkt hinaus, als ich versuchte, Button zu jagen."

Vergne macht beim STR8 ermutigendes Potenzial aus

"Alles in allem denke ich, dass das Wochenende gezeigt hat, dass wir über ein gutes Auto verfügen, mit dem wir in der Lage sein sollten, in jedem Rennen um Punkte zu fahren. Ich bin aus diesem Grund enttäuscht, hier keine Zähler geholt zu haben. Aber meine Hoffnungen auf die kommenden Rennen sind nun größer als sie es waren, als wir mit diesem Wochenende begannen. Ich glaube, dass die Basis unseres Autos gut ist."


Fotos: Toro Rosso, Großer Preis von Australien


"Am Ende musste ich aufgrund eines Problems, das mit dem Auspuff zusammenhing, aufgeben", zeigt sich Lokalmatador Ricciardo enttäuscht. "Ich meldete den Jungs an der Boxenmauer, dass ich seltsame Geräusche vernehme, und ich versuchte sie zu beheben, indem ich ein paar Funktionen veränderte, aber es sollte nicht sein. Am Start des Rennens hatte ich damit zu kämpfen, Haftung zu finden. Es fühlte sich an, als würde ich auf Eis fahren, da es sehr lange dauerte, die Reifen aufzuwärmen."

"Zehn Runden später kam ich jedoch auf Tempo, meine Rundenzeiten waren nicht allzu schlecht. Aber da hatte ich schon in der Anfangsphase zu viel Zeit verloren. Ich glaube, dass wir in Bezug auf die Reifen noch etwas Hausaufgaben erledigen müssen. Das war nicht das Ende, das ich mir für den ersten Grand Prix der Saison erhofft hatte, besonders hier bei meinem Heimrennen."

Tost macht Schatten und Licht aus

"Um zunächst einmal die positiven Aspekte dieses ersten Rennens herauszuheben", beginnt Teamchef Franz Tost seiner Analyse, "unser Auto hat sich im Nassen als sehr konkurrenzfähig erwiesen. Unsere beiden Fahrer zeigten von Freitag an eine gute Leistung. Bis Sonntagnachmittag hatten wir es auch geschafft, die Geschwindigkeit des STR8 im Trockenen zu verbessern."

"Negativ ist hingegen, dass wir heute Vormittag eine Chance verpassten, uns besser zu qualifizieren, da wir nicht die beste Reifenstrategie wählten. Heute Nachmittag kämpfte Daniel damit, in der Anfangsphase Haftung zu finden, und war dann gezwungen, aufgrund eines Problems mit der Zuverlässigkeit auszuscheiden."

"Von der 13. Startposition aus fuhr Jean-Eric hart um zu versuchen, in die Punkte zu kommen, aber er schaffte es nicht. Diese Leistung spiegelt nicht unser wahres Potenzial wieder, und wir müssen eine bessere Leistung zeigen. Damit anfangen wollen wir in wenigen Tagen in Sepang."

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