Warum Damon Hills Instagram-Story über Verstappen so überraschend ist
"Nicht aufzuhalten": Damon Hill, 2024 scharfer Kritiker von Max Verstappen, äußert sich jetzt positiv über dessen Leistung im Qualifying in Suzuka
(Motorsport-Total.com) - Damon Hill hat nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass er nicht gerade ein großer Fan von Max Verstappen ist. Der Weltmeister von 1996 bezeichnete den Red-Bull-Piloten in der Vergangenheit als "Heulsuse" und warf ihm vor, seine Gegner durch "Angst und Einschüchterung" zu kontrollieren. Doch auf Verstappens beeindruckende Runde in Suzuka, mit der er sich die Poleposition für den Grand Prix von Japan sicherte, reagierte Hill mit einer simplen, vier Worte umfassenden Aussage.

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Damon Hill war nicht immer ein Fan von der Fahrweise von Max Verstappen Zoom Download
"Nicht aufzuhalten" (Original: "Not to be denied!"), schrieb Hill in seiner Instagram-Story, nachdem Verstappen sich die 41. Pole seiner Karriere gesichert und dabei einen neuen Streckenrekord aufgestellt hatte. Außerdem teilte er Fernando Alonsos Reaktion auf die Runde, in der der Spanier sagte, "kein anderer Fahrer" sei auf dem Niveau von Verstappen. Hill ergänzte dazu: "Stimmt."
Der viermalige Weltmeister, der normalerweise stets ruhig und gelassen am Boxenfunk spricht und selten große Emotionen zeigt, jubelte vor Freude, als sein Renningenieur Gianpiero Lambiase ihm bestätigte, dass er auf Pole steht. Und das war eine faustdicke Überraschung, denn Red Bulls RB21 gilt in dieser Saison als schwierig zu fahren.
Hill stand in der Vergangenheit mehrfach in der Kritik, weil er Verstappen scharf angegangen war - besonders gegen Ende der Saison 2024, als er ihm vorwarf, "Angst und Einschüchterung als Waffe" einzusetzen. Damals sagte Hill bei Sky, Verstappens aggressives Verhalten auf der Strecke habe "eine gewisse Methode".
"Wie er selbst sagt: Er weiß genau, was er tut. Aber ist das richtig und ist das fair? Es gibt Regeln, um Fairness zu gewährleisten, und wir sollten es nicht dulden, dass man andere Fahrer von der Strecke drängt", so Hill damals.
"Ich weiß genau, wie ich Max einschätze", fügte er hinzu. Er sei schon seit seinem Einstieg in die Formel 1 "gefährlich" gefahren. Und: "Er war von Anfang an so - und hat diese als gefährlich geltenden Taktiken konsequent angewandt."
Hill sprach damals im Kontext der Diskussionen rund um Verstappens Fahrweise im WM-Kampf gegen Lando Norris, als die beiden mehrmals aneinandergerieten und Verstappen besonders beim Grand Prix von Mexiko über dem Limit war, wie zahlreiche Experten urteilten.