• 03. April 2025 · 09:58 Uhr

Lewis Hamilton: Dass ich das Vertrauen in Ferrari verloren habe, ist "Unsinn"

Lewis Hamilton erlebt in seinen ersten Wochen bei Ferrari gleich alle Höhen und Tiefen - der Brite lässt sich davon aber nicht verunsichern, sondern arbeitet weiter

(Motorsport-Total.com) - Nach Lewis Hamiltons Sprint-Sieg in China war der Jubel bei den Tifosi groß, nach der Disqualifikation am Rennsonntag die Enttäuschung noch größer: Auch die italienische Presse ging im Anschluss wie gewohnt wenig zimperlich mit der Scuderia um - doch eine Schlagzeile, die infrage stellte, ob Hamilton jetzt schon genug habe von seinem neuen Team, die wollte der Rekordweltmeister am Donnerstag vor dem Großen Preis von Japan nicht auf sich sitzen lassen...

Foto zur News: Lewis Hamilton: Dass ich das Vertrauen in Ferrari verloren habe, ist "Unsinn"

Skeptischer Blick bei Hamilton: Aber nicht wegen Ferrari, sondern der Schlagzeilen Zoom Download

"Ich habe gesehen, dass jemand etwas davon sagte, dass ich den Glauben an das Team verliere, was völliger Unsinn ist", stellt Hamilton klar: "Ich habe absolut 100 Prozent Vertrauen in dieses Team", erklärt der Brite und wundert sich: "Ich weiß nicht, ob alle erwartet haben, dass wir vom ersten Rennen an gewinnen und in unserem ersten Jahr gleich eine Meisterschaft gewinnen. Das war nicht meine Erwartung."

Vielmehr sei ihm stets bewusst gewesen, "dass ich in eine neue Kultur, ein neues Team komme und es Zeit braucht. Die letzten zwei Monate habe ich vor allem damit verbracht, zu beobachten, wie das Team arbeitet - im Vergleich zu den beiden Teams, für die ich zuvor gefahren bin". Er habe die letzten Wochen aber intensiv genutzt, um Bereiche zu identifizieren, "in denen wir uns verbessern können", so Hamilton: "Das wird das Jahr über so weitergehen, je mehr wir übereinander lernen."

Kein Frust bei Hamilton: "Es ist, wie es ist"

Wichtiger sei mit Blick auf die Disqualifikation in Shanghai für ihn aber gewesen, "wie das Team damit umgegangen ist, wie intensiv es die Daten durchgearbeitet hat und wie wir nun daraus lernen. Das ist das Entscheidende", zeigt sich der Brite "beeindruckt" von der Reaktion seines Teams. Deshalb habe er wegen des Vorfalls auch "nicht wirkliche Frustration oder so etwas verspürt. Es ist, wie es ist."


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Man habe mittlerweile alles gründlich analysiert, stellt Hamilton klar: "Ich war am Mittwoch im Werk, und es gab viele Erkenntnisse. Wir erleben die Höhen und Tiefen als Team gemeinsam. Natürlich hat niemand im Team - weder die Ingenieure noch die Mechaniker - hart gearbeitet, um dann so etwas zu erleben." Aus China musste man dennoch mit leeren Händen abreisen, weil Hamiltons Auto zu starken Verschleiß an der Bodenplatte aufwies und damit nicht mehr regelkonform war.

Während des Rennens sei er sich der unmittelbaren Gefahr nicht bewusst gewesen: "Ich konnte keine ungewöhnlichen Vibrationen oder ein Aufsetzen des Autos spüren. In dieser Hinsicht gab es also keine Hinweise", verrät der Scuderia-Pilot, dass er aber wie immer ohnehin versucht habe, die Bodenwellen bewusst zu umfahren. Während die nachträgliche Disqualifikation für ihn so gesehen aus dem Blauen kam, zog etwas anderes schon während des Rennens seine Aufmerksamkeit auf sich:

"Die verbesserte Balance, die Charles nach dem Schaden an seinem Auto hatte. Das war faszinierend zu beobachten - eine deutliche Verbesserung, um es vorsichtig auszudrücken", glaubt Hamilton. Leclerc hatte sich schon am Start bei einer Berührung mit seinem Teamkollegen die Endplatte des Frontflügels abgefahren, war danach aber trotzdem mit durchaus konkurrenzfähigen Zeiten unterwegs.

Set-up-Änderung in China ein Schritt nach hinten

Dass Hamilton, im Vergleich zu seiner starken Sprint-Performance, im Rennen allgemein eher in Schwierigkeiten geriet, macht der Brite unterdessen an einer Set-up-Änderung vor dem Qualifying fest: "Hätten wir das Auto entweder unverändert gelassen oder den Schritt, den wir gemacht haben, noch weiter optimiert, hätten wir uns vermutlich unter den ersten Drei qualifizieren können, wodurch wir wohl ein ganz anderes Rennen gehabt hätten", glaubt er.

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Lewis Hamilton klettert aus dem Ferrari - in China folgte danach die kalte Dusche Zoom Download

So aber sei das Auto "ab dem Qualifying sehr schwer zu fahren" gewesen, was sich laut Hamilton in Sachen Balance durch den gesamten Grand Prix zog. Dabei kommt für den 40-Jährigen erschwerend hinzu: "Aktuell leite ich meine Ingenieure noch nicht an. Bei Mercedes kannte ich das Auto und all die Werkzeuge genau. Dadurch konnte ich die Richtung, in die wir gehen müssen, sehr genau vorgeben. Natürlich lag ich nicht immer richtig, aber ich hatte eine klare Vorstellung."

Nach erst zwei Rennwochenenden in Rot sei die Aufgabenverteilung derzeit noch eine andere: "Ich mache mir Notizen und nehme auch viel Rat von denen an, die hier vor mir schon mit verschiedenen Weltmeistern gearbeitet haben", berichtet Hamilton, wenngleich er einräumt: "Als Team haben wir in dieser Situation nicht die beste Entscheidung für das Qualifying getroffen - auf keiner der beiden möglichen Routen." In Suzuka haben Hamilton und Ferrari jetzt am Wochenende die nächste Chance, um den nächsten Schritt zu machen...

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