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Honda wird sich nicht in Tsunodas Formel-1-Zukunft "einmischen"
Honda betont, dass Yuki Tsunodas Zukunft in der Formel 1 bei Red Bull allein in dessen Händen liegt - Fokus auf neue Partnerschaft mit Aston Martin
(Motorsport-Total.com) - Yuki Tsunoda hat für den Grand Prix von Japan eine lang ersehnte Beförderung ins Hauptteam von Red Bull erhalten. Damit hat er die Chance, aber auch den Druck zu beweisen, dass er näher an Max Verstappen herankommen kann als dessen Vorgänger. Auf den Rückhalt von Honda kann er nicht zählen.
Die japanische Marke wird aber der Saison 2026 mit Aston Martin zusammenarbeiten. "Unsere Partnerschaft mit Red Bull endet dieses Jahr, daher haben wir keinen Hebel, um Druck auf Red Bull in Bezug auf 2026 auszuüben", sagt Koji Watanabe, Präsident der Honda Racing Corporation, mit Blick auf die Zukunft von Tsunoda.
"Er hat sich seine Beförderung zu Red Bull durch seine Leistung verdient, also muss er weiterhin beweisen, dass er dort bleiben kann. Das Wichtigste ist sein eigener Wille - da er mit Red Bull weitermachen möchte, haben wir keinen Grund, uns einzumischen."
Honda hatte keinen Einfluss auf Fahrerwechsel
Tsunodas Zukunft bei der österreichischen Marke schien zunächst unsicher, da er erneut nicht für das Red-Bull-Team im Jahr 2025 nominiert wurde. Doch dann traf das in Milton Keynes ansässige Team die drastische Entscheidung, frühzeitig einen Fahrerwechsel mit den Racing Bulls vorzunehmen, nachdem der Liam Lawson in den ersten beiden Grands Prix der Saison unter den Erwartungen blieb.
Fotostrecke: Red-Bull-Junioren in der Formel 1
Christian Klien (2004-2010): Mit Unterstützung von Red Bull debütiert der Österreicher 2004 bei Jaguar in der Formel 1. Nach der Übernahme des Rennstalls durch den Engergy-Drink-Hersteller fährt Klien auch 2005 und 2006 bei den meisten Grands Prix für das nun Red-Bull-Racing genannte Team an der Seite von David Coulthard. Ende 2006 scheidet Klien nach Streitigkeiten über einen Wechsel in die ChampCar-Serie aus dem Red-Bull-Kader aus. Später ist der Österreicher Testfahrer für Honda und BMW-Sauber und fährt 2010 drei Rennen für HRT. Fotostrecke
Zwar stammt Tsunoda aus dem Nachwuchsprogramm von Honda, doch Watanabe stellt klar, man habe keinerlei Einfluss auf die Entscheidung gehabt, den Fahrerwechsel vorzunehmen: "Wir wissen nicht, wann oder wie Red Bull seine Entscheidungen trifft, daher kommunizieren wir immer, dass sie den besten Fahrer auswählen sollten."
"Ich habe eine sehr gute Kommunikation mit Christian Horner, und wir diskutieren ständig nicht nur Personalentscheidungen, sondern auch Support-Strukturen an der Strecke. In diesem Fall haben wir keine besonderen Maßnahmen ergriffen."
Tsunoda will Heimrennen im Red Bull genießen
Tsunodas erstes Rennwochenende mit Red Bull fällt zufällig mit seinem und Hondas Heim-Grand-Prix in Suzuka zusammen - eine Situation, die er trotz des möglichen zusätzlichen Drucks als ideal beschreibt. "Das ist die ultimative Situation", so Tsunoda.
"Durch den Cockpitwechsel gibt es natürlich Druck von Red Bull, und Honda hat ebenfalls hohe Erwartungen an sein Heimrennen. Das ist ein seltener und einzigartiger Moment, in dem mehrere Herausforderungen und Drucksituationen aufeinandertreffen - und ich denke, es ist die beste Art von Situation. Ich weiß nicht, ob ich so etwas jemals wieder erleben werde, also möchte ich es einfach nur genießen."