• 01. April 2025 · 09:26 Uhr

FIA vor Einführung einer Altersgrenze: Letzte Formel-1-Saison für Hamilton?

Die FIA möchte die Superlizenz für Formel-1-Fahrer auf ein Höchstalter von 40 Jahren begrenzen und jüngere Fans ansprechen - Ferrari geht gegen Hamilton-Aus vor

(Motorsport-Total.com) - Wird 2025 Lewis Hamiltons letzte Formel-1-Saison? Nach Informationen von Motorsport-Total.com wird der Automobilweltverband FIA zusammen mit dem neuen Technischen Reglement 2026 auch eine Regel einführen, die eine Höchstgrenze von 40 Jahren für eine Superlizenz vorsieht - damit könnte Hamilton nach nur einer Saison für Ferrari aus der Formel 1 gedrängt werden.

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Bekommt Lewis Hamilton eine Ausnahmegenehmigung? Zoom Download

Die neue Regel soll als Zusatzparagraph 13.1.2 b) im Appendix L des Internationalen Sportgesetzes festgehalten werden, wo bislang nur festgelegt ist, dass ein Fahrer mindestens 18 Jahre alt sein muss. Diese Bedingung wurde nach dem Formel-1-Debüt von Max Verstappen eingeführt, der 2015 im Alter von 17 Jahren für Toro Rosso gestartet war.

Der Niederländer war dem Verband damals zu jung, jetzt will die FIA auch zu alte Fahrer in der Formel 1 unterbinden und beruft sich dabei auf zwei Gründe.

Sie möchte im Zuge des aktuellen Formel-1-Booms vor allem das jüngere Publikum ansprechen, das über den neuen Social-Media-Ansatz und die Netflix-Dokumentation "Drive to Survive" gewonnen wird. Weil ältere Fahrer wie Fernando Alonso kaum noch vermarktet werden können, sollen mehr frische Talente in den Sport kommen, mit denen sich die neuen Fans identifizieren können.

Jugendwahn funktioniert

Dass der Ansatz funktioniert, zeigt sich bereits in der aktuellen Saison, wo Fahrer wie der 19-jährige Oliver Bearman oder der 18-jährige Andrea Kimi Antonelli einen neuen Hype generieren und ihre Vorgänger wie Kevin Magnussen oder Valtteri Bottas komplett vergessen machen.

Die Wahl von Andrea Kimi Antonelli zum Fahrer des Tages bestätigt die FIA dabei in ihrer Ansicht. Der Italiener hatte in China das Fanvoting gewonnen, obwohl er den Zielstrich nur als Achter überquert hatte und im Rennen kaum aufgefallen war. "Offenbar hat ihn sein Publikum gewählt, die 16- bis 18-Jährigen", schmunzelte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff.

"Da sieht man mal, wie die Fan-Demografie ist - das ist ein wichtiger Aspekt in der Formel 1, den wir uns mal vor Augen führen sollen", so der Österreicher.

Genau das hat die FIA getan und jetzt mit einer Altersgrenze darauf reagiert. Die gibt es in anderen Serien wie der MotoGP bereits - dort liegt sie allerdings bei stolzen 50 Jahren.

Sind ältere Fahrer ein Sicherheitsrisiko?

So weit will man in der Formel 1 nicht gehen. Mit 40 soll dort Schluss sein, auch aus Sicherheitsgründen. Die sind nämlich der zweite große Punkt in der Argumentation der FIA.

In der Formel 1 lässt die sportliche Leistungsfähigkeit eines Fahrers typischerweise ab einem Alter von etwa 35 bis 40 Jahren spürbar nach. Vor allem die schlechter werdenden Reaktionen können gefährlich werden. Mit zunehmendem Alter verlangsamen sich Reflexe, was sich auf Starts, Zweikämpfe und das Reagieren auf unerwartete Situationen auswirken kann.


Fotostrecke: Mit 40+ auf Platz eins: Die ältesten Formel-1-Rennsieger

Zudem passieren älteren Fahrern auch häufiger Konzentrationsfehler, wie sich unter anderem bei Michael Schumacher gezeigt hat, der in seiner Mercedes-Zeit einige ungewöhnliche Fehler einbaute und etwa 2012 in Singapur Jean-Eric Vergne ins Heck geknallt war.

Da die FIA die Regeländerung unter dem Deckmantel der Sicherheit laufen lässt, braucht sie auch keine Zustimmung der zehn Teams dafür, die die Maßnahme aus marketingtechnischen Gründen aber größtenteils unterstützen.

Zugeständnis für Ferrari und Hamilton?

Dem Vernehmen nach soll sich nur ein Team aktiv gegen die Regeländerung auflehnen: Ferrari. Das ist aber wenig überraschend, da sie den 40-jährigen Rekordweltmeister Lewis Hamilton erst 2025 von Mercedes verpflichtet haben und damit einen der spektakulärsten Wechsel der Formel-1-Geschichte getätigt haben.

Hamiltons Ferrari-Zeit könnte damit nach nur einer Saison wieder vorbei sein, was die Scuderia jedoch nicht so einfach hinnehmen möchte. Ob Ferrari aufgrund seiner Situation Zugeständnisse seitens der FIA bekommt oder ob für Weltmeister mit einer gewissen Anzahl an WM-Titeln eine Ausnahme gemacht wird, darüber wird derzeit noch verhandelt.


Lewis Hamilton: Erster Tag bei Ferrari

Ein anderer Fahrer, der von der neuen Regelung betroffen wäre, ist Fernando Alonso, der im Juli bereits 44 Jahre alt sein wird und damit deutlich über der Grenze liegt.

Allerdings soll Aston-Martin-Geschäftsführer Lawrence Stroll der Idee nicht abgeneigt sein, weil es für ihn eine Chance bietet, den Routinier, der nicht immer einfach im Umgang ist, vorzeitig aus dem bis 2026 laufenden Vertrag zu bekommen.

Chance auf Verstappen-Deal für Lawrence Stroll?

Der Spanier bietet aktuell nicht mehr den Mehrwert für sein Team, weil er in den drei bisherigen Qualifyings auf Augenhöhe mit Sohn Lance Stroll gefahren war und noch keine Zähler einfahren konnte, während Stroll bereits zehn Punkte gesammelt hat.

Indem er Alonso einfach loswerden könnte, könnte Lawrence Stroll Platz schaffen für Max Verstappen, der 2026 mit Designer Adrian Newey ein Dreamteam bilden könnte und um den WM-Titel fahren soll - so zumindest die Wunschvorstellung des Milliardärs.

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Fernando Alonso wird im Juli bereits 44 Jahre alt Zoom Download

Die Altersgrenze soll beim nächsten Treffen des FIA-Weltrates WMSC ratifiziert werden.

Der bislang älteste Fahrer in der Formel 1 war der Monegasse Louis Chiron, der 1955 im Alter von 55 Jahren und 292 Tagen am Großen Preis von Monaco teilgenommen hatte. Ältester Sieger in der Formel 1 ist der Italiener Luigi Fagioli, der sich in Frankreich 1951 aber den Sieg mit Juan Manuel Fangio teilen musste, weil er ihm sein Auto während des Rennens überlassen musste.

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