Vettel wünscht Hamilton WM-Titel mit Ferrari: "Drücke ihm die Daumen"
Er selbst hat es nicht geschafft, seinem einstigen Rivalen Lewis Hamilton traut Sebastian Vettel den lang ersehnten ersten WM-Titel für Ferrari seit 2007 aber zu
(Motorsport-Total.com) - Ende 2022 hat Sebastian Vettel seine Formel-1-Karriere beendet, die beiden letzten Jahre vor dem Rücktritt fuhr er für Aston Martin - doch im Herzen ist der Deutsche offenbar nach wie vor ein Roter, denn in der WM drückt er 2025 ausgerechnet Ex-Rivale Lewis Hamilton die Daumen!

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Vettel und Hamilton verstehen sich gut, auch wegen gemeinsamer Werte Zoom Download
Von 2015 bis 2020 startete Vettel selbst für die Mythosmarke aus Maranello, zum WM-Titel mit der Scuderia reichte es für ihn aber genauso wenig wie zuvor schon für Fernando Alonso: "Für mich hat es nicht ganz geklappt - weil Lewis da war", lacht Vettel im Gespräch mit BBC Sportsworld. Der Deutsche selbst war 2017 und 2018 jeweils hinter Hamilton WM-Zweiter geworden - bereits seit Kimi Räikkönen im Jahr 2007 wartet Ferrari mittlerweile auf einen Fahrertitel.
"Mal sehen, wie es bei ihm läuft. Ich drücke jedenfalls die Daumen", erklärt Vettel mit Blick auf Hamilton über den neuen Heilsbringer der Tifosi: "Ich bin lange gegen ihn gefahren. Wir verstehen uns sehr gut, und er ist momentan mit Abstand der meinungsstärkste Fahrer im Feld." Außerdem lobt der 37-Jährige: "Seine fahrerischen Qualitäten muss man nicht mehr erwähnen - die Zahlen sprechen für sich."
Vettel lobt Hamilton: "Lewis ist ein echter Wettkämpfer"
Grundsätzlich sei es "großartig zu sehen, dass er noch dabei ist, noch Einfluss hat und diesen auch positiv nutzt. Also sind meine Daumen natürlich gedrückt, dass er den WM-Titel gewinnt. Aber Charles [Leclerc] ist ja auch noch da, mit ihm bin ich ja noch gefahren. Also ich denke, das ist ein starkes Duo", macht Vettel den Ferrari-Fans Hoffnung für die Zukunft.
Klar sei in der hart umkämpften Formel 1 allerdings auch: "Am Ende braucht es viele Dinge, die zusammenkommen müssen, um in den letzten Rennen um den Titel kämpfen zu können." Dabei geht Vettel davon aus, dass es im letzten Jahr der alten Reglementsperiode entsprechend "eng wird", weswegen der Heppenheimer noch niemanden ausschließen will - schon gar nicht einen siebenfachen Weltmeister wie Hamilton:
"Lewis ist ein echter Wettkämpfer und hat sehr hohe Erwartungen an sich selbst. Deshalb ist er wahrscheinlich sehr ehrgeizig, jetzt, wo er diesen Sitz hat", erklärt Vettel in Bezug auf die spezielle Position, aber auch den Druck eines Ferrari-Fahrers.
Doch der Deutsche traut seinem ehemaligen Rivalen zu, "nicht so sehr auf den Lärm drumherum fokussiert" zu sein, "sondern darauf, das Ganze zum Laufen zu bringen". Um endlich Ferraris-Titelfluch zu brechen, den seinerzeit auch Vettel nicht bezwingen konnte...