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Vom Nachwuchsstar zum Sorgenkind: Wenn Formel-1-Hoffnungen scheitern
Die Formel 1 hat ihre eigenen Gesetze: Berühmte Beispiele von Überfliegern in den Motorsport-Nachwuchsklassen, die in der Grand-Prix-Szene scheiterten
(Motorsport-Total.com) - Manchmal eilt einem Rennfahrer der Ruf voraus, ein kommender Weltmeister zu sein. Denn er hat zum Beispiel in den Nachwuchsklassen überzeugt und reihenweise Titel eingefahren. Doch dann kommt er in die Formel 1 und es passiert - nichts. Die "Magie" verpufft und der erwartete Erfolg stellt sich einfach nicht ein.

© Getty Images
Michael Andretti mit seinem McLaren-Teamkollegen Ayrton Senna 1993 in der Formel 1 Zoom Download
In unserer neuen Fotostrecke schildern wir die Geschichten der hoffnungsvollen Formel-1-Talente, die unerwartet stolperten. Denn nach nur zwei Grands Prix in der Saison 2025 sieht es so aus, als erwische es mit Liam Lawson den nächsten jungen Mann, der für Größeres bestimmt schien. Nun droht ihm das Aus bei Red Bull als Teamkollege von Max Verstappen.
Verstappens Vater Jos Verstappen war einst eine erfolgreiche Zukunft in der Formel 1 prognostiziert worden. Denn er hatte 1993 die deutsche Formel 3 gewonnen und damit das Grand-Prix-Ticket gesichert, zumindest als Testfahrer bei Benetton. Als dort Stammfahrer JJ Lehto verletzungsbedingt pausieren musste, durfte sich Verstappen zehn Rennen lang gegen Michael Schumacher beweisen.
Die Ergebnisse sprachen gegen Verstappen: In zehn Rennen schaffte er es zwar zweimal unter die Top 3, doch Schumacher bewegte den Benetton B194 wesentlich erfolgreicher und gewann am Saisonende seinen ersten WM-Titel.
Wo Schumachers Stern damit gerade erst aufzugehen begann, begann bei Verstappens Karriere schon der Sinkflug: Er bekam fortan nur noch Cockpits bei Teams aus dem Mittel- oder Hinterfeld der Formel 1 und sammelte in sieben weiteren Saisons bis 2003 zusammengerechnet weniger Punkte als in seiner Teilzeitsaison 1994 bei Benetton. Erst sein Sohn Max trug die Verstappens in die Formel-1-Siegerlisten ein.
Fotostrecke: Hoffnungsvolle Formel-1-Talente, die unerwartet stolperten
1993: Michael Andretti kommt ein Jahr nach seinem IndyCar-Titel zu McLaren in die Formel 1. Dort trifft er auf den dreimaligen Weltmeister Ayrton Senna, der mit fünf Siegen WM-Zweiter wird. Andretti schafft es nur einmal aufs Podium - und beendet seine einzige Formel-1-Saison nicht. Fotostrecke
Oder Sebastien Bourdais: 2002 hatte er die Formel 3000 für sich entschieden, die Nachwuchsklasse direkt unterhalb der Formel 1. Trotzdem klappte es für ihn nicht mit dem Grand-Prix-Debüt.
Bourdais machte aus der Not eine Tugend und wechselte nach Amerika: Ab 2003 ging er in der US-amerikanischen ChampCar-Serie an den Start und gewann von 2004 bis 2007 viermal in Folge den Fahrertitel. Mit diesen Erfolgen im Gepäck wagte er zur Saison 2008 einen zweiten Anlauf auf ein Formel-1-Cockpit - und wurde von Red Bull zu Toro Rosso geholt.
Dort bekam es Bourdais mit dem jungen Sebastian Vettel zu tun. Und Vettel entzauberte Bourdais nach Strich und Faden: Er erzielte in Monza überraschend die Poleposition und den Rennsieg, während Bourdais im gesamten Jahr 2008 überhaupt nur zwei siebte Plätze vorweisen konnte. Zwar erhielt Bourdais 2009 noch eine zweite Chance, doch zu Saisonhälfte war Schluss, seine Formel-1-Karriere vorbei.
Die jüngere Formel-1-Geschichte kennt noch weitere Beispiele dieser Art. In unserer Fotostrecke ist zu erfahren, wie neben Schumacher und Vettel auch Ayrton Senna oder Max Verstappen vielversprechende Nachwuchstalente "ausbremsten".