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Christian Horner: Ferrari hat das Design, das herausragt
Was Red-Bull-Teamchef Christian Horner über die Autos der Formel-1-Konkurrenz denkt und was sein Rennstall mit dem neuen RB21 konkret vorhat
(Motorsport-Total.com) - Wenn ein Reglementzyklus zu Ende geht, weisen viele Formel-1-Autos starke Ähnlichkeiten auf und das Feld liegt meist eng beisammen. Laut Red-Bull-Teamchef Christian Horner ist das "unvermeidlich". Ein Rennauto der Generation 2025 aber überrascht ihn: "Der Ferrari ist wahrscheinlich die Ausnahme. Dieses Fahrzeug ragt heraus", sagt Horner.
Was ihn zu dieser Äußerung bringt? Horner erklärt es nicht. Vielleicht ist es die Tatsache, dass Ferrari beim SF-25 als einziges Topteam eine Änderung an der Vorderachsaufhängung vorgenommen hat: Während bislang eine Druckstangen-Aufhängung verbaut war, setzt Ferrari 2025 auf eine Zugstangen-Aufhängung.
Damit herrscht in diesem Bereich des Fahrzeugs "Gleichstand" zwischen Ferrari, McLaren und Red Bull. Einzig Mercedes als viertes Topteam verfolgt hier eine andere Philosophie.
Möglicherweise gehört dies zu den "marginalen Vorteilen", die 2025 laut Horner über Sieg und Niederlage entscheiden können. Denn genau darum gehe es im letzten Jahr des auslaufenden Reglements: um Detailoptimierung. Deshalb unterscheide sich der neue Red Bull RB21 optisch nur geringfügig von seinem Vorgänger RB20.
Doch es ist trotzdem einiges neu: Teamchef Horner spricht von "vielen subtilen Änderungen", räumt aber ein, dass die meisten davon "nicht direkt sichtbar" sind, sich also unter der Verkleidung befinden.
Außerdem deutet er an: Mehr als die Ausgangsbasis für den Saisonauftakt in Australien ist der aktuelle RB21 nicht. Horner prophezeit: "Es wird ein Entwicklungsrennen von Melbourne bis Abu Dhabi, und es wird darum gehen, schrittweise Leistungsverbesserungen zu erzielen."
Wie abwechslungsreich wird die Saison 2025?
Horner erwartet aber auch streckenspezifische Schwankungen, wie sie bereits in den Vorjahren aufgetreten sind. "Manche Autos funktionieren auf bestimmten Strecken besser als andere. Das wird die Rennen in diesem Jahr so eng machen", sagt er. Entscheidend sei deshalb, "am jeweiligen Tag alles richtig zu machen" und das eigene technische Paket bestmöglich umzusetzen.
"Die größten Gewinner sind die Fans und Zuschauer", meint Horner. "Denn wie Zak [Brown] schon sagt: Wir könnten dieses Jahr durchaus acht verschiedene Rennsieger sehen. Es könnte auch einige Überraschungen geben. Wir stehen also vielleicht wirklich vor einer sehr offenen Saison."
Harmloser Dreher von Lawson beim Testauftakt
Beim Auftakt der Formel-1-Wintertests in Bahrain aber stand Red Bull zunächst vor einem Fragezeichen: Teamneuzugang Liam Lawson drehte sich am Vormittag von der Strecke. Glück im Unglück: Er beschädigte lediglich die Reifen, das Auto blieb unversehrt.
Der Auslöser für den Abflug? Horner verweist auf den "tückischen Wind" am ersten Testtag und sagt: "Ich schätze, dieser Wind hat Liam einfach am Ausgang von Kurve 2 erwischt. Die Windböen sind generell ziemlich stark, damit hatten einige Autos Probleme. Aber grundsätzlich hat sich Liam bei seinem ersten Einsatz gut geschlagen", sagt Horner.