• 26. Februar 2025 · 09:55 Uhr

Zak Brown: Noch nie hat ein F1-Team so viel Umsatz gemacht wie McLaren 2024

McLaren auf Erfolgskurs - Vom Fast-Bankrott zum finanziellen Rekordjahr: McLaren-CEO Zak Brown sieht kein Ende des Wachstums der Formel-1-Teams

(Motorsport-Total.com) - Nicht nur sportlich hat McLaren in den letzten Jahren einen Turnaround geschafft, denn auch finanziell geht es dem Formel-1-Team so gut wie wahrscheinlich noch nie. "Wirtschaftlich sind wir in bester Verfassung", sagte CEO Zak Brown am Rande des F1-Launches in London vor einigen Tagen.

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Zak Brown rechnet mit einen Umsatzrekord für sein McLaren-Team Zoom Download

"Wir haben die höchsten kommerziellen Einnahmen, die ein Rennteam je hatte", so der Amerikaner weiter. "Wahrscheinlich in der kompletten Formel-1-Geschichte, würde ich sagen. Wir werden es wissen, wenn die Bücher für das letzte Jahr veröffentlicht werden, später im Jahr. Aber ich mache das schon lange genug, um mit dem Unerwarteten zu rechnen."

Was Brown meint: im Portal Companies House wird das britische Handelsregister geführt, wo auch die Formel-1-Teams mit Sitz in England ihre Finanzberichte für jedes Jahr veröffentlichen müssen. Die Zahlen für die abgelaufene Saison 2024 werden aber erst im Herbst 2025 veröffentlich, doch Brown hat schon eine Vorahnung.

Wie McLaren hunderte Millionen vernichtete

Blickt man auf die Finanzzahlen des McLaren-Teams sah es aber auch schon ganz anders aus. Nach dem Gewinn der Konstrukteursmeisterschaft im Vorjahr gab Brown offen zu, dass sein Team "nicht viele Monate" von Insolvenz entfernt war. 2018 schrieb man einen satten Verlust von umgerechnet 100 Millionen Euro, ein Jahr später noch einmal 84 Millionen Euro.

Ganz schlechtes Timing gab es dann mit der Covid-Pandemie, die die Einnahmen von Formel-1-Promoter Liberty Media stark verringerte und damit auch die Auszahlungen an die zehn Teams, darunter McLaren. Zwar schrieb man 2020 in den Büchern einen Gewinn von etwa 110 Millionen Euro, doch das lag daran, dass man gezwungen war, die eigene Fabrik in Woking zu verkaufen, um liquide zu bleiben.

Die Fabrik wurde für umgerechnet 220 Millionen Euro verkauft, daraufhin aber wieder zurückgeleast, doch somit wäre der eigentliche Verlust im Jahr 2020 erneut ein dreistelliger Millionenbetrag gewesen. In der Saison 2023 schaffte es McLaren aber erstmalig seit 2015 wieder einen Gewinn zu erwirtschaften, der ohne besondere Verkäufe, sondern durch das normale Geschäft erzielt wurde.

Der Umsatz betrug 466 Millionen Euro, bei einem Gewinn von über 10 Millionen Euro. Den Rekord aller Formel-1-Teams gehört bis dato Mercedes mit einem Umsatz von 658 Millionen Euro, ebenfalls in der Saison 2023, wobei die Zahlen des Ferrari-Teams nicht bekannt sind, da das italienische Team keinen Sitz in England hat und damit nicht verpflichtet ist, die Bücher offen zu legen. Dennoch kann man anhand der Zahlen ahnen, welche Summe Brown für das Geschäftsjahr 2024 bei McLaren erwartet.

Brown: Kein Grund, warum der Sport nicht weiter wachsen sollte

"Mein größtes Augenmerk im Rennteam liegt im Moment auf Stabilität und Sichtbarkeit, was die Langlebigkeit angeht", erklärt Brown. "Ob das nun die Boxenmauer, unsere Rennfahrer oder unsere Sponsoren sind, darauf konzentriere ich mich ganz besonders. Wenn alles nach Plan läuft, sollte sich daran bis zum Ende des Jahrzehnts nicht mehr viel ändern."

In Sachen Umsatzsteigerung könnte auch der neue Formel-1-Film, der dieses Jahr in die Kinos kommt eine Rolle spielen, da neuer Marketingwert geschaffen wird, auch für die Teams. "Der Film mit Brad Pitt wird dem Sport zweifelsohne einen großen Bekanntheitsgrad verschaffen", ist sich der McLaren-CEO sicher.

"Netflix, da bin ich mir sicher, wird nach den Ereignissen des letzten Jahres wieder eine dramatische Fernsehshow zeigen, was für uns alle großartig war. Ich denke also, dass der Sport immer mehr an Stärke gewinnt. Also ich glaube, dass der Sport extrem gesund ist, und ich sehe keinen Grund, warum er nicht weiter wachsen sollte."

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