• 18. Februar 2025 · 18:28 Uhr

Carlos Sainz: Ich sehe in Williams-Blau viel schlanker aus!

Carlos Sainz nimmt den Abstieg von Ferrari zu Williams mit Humor: Was für ihn bisher die größte Veränderung war und wieso es für Prognosen noch zu früh ist

(Motorsport-Total.com) - Die fetten Jahre sind für Carlos Sainz wohl vorbei, unkten nicht wenige Beobachter im Fahrerlager, nachdem der Spanier letzten Sommer seinen notgedrungenen Wechsel von Top-Team Ferrari zu Williams bekanntgab. Doch Sainz will aus der Not eine Tugend machen, und sieht seine neuen Farben durchwegs positiv: "Ich mag blau. Man kann die Farbe leichter mit anderen Dingen kombinieren", kommentiert er: "Und man sieht so viel schlanker aus in samtigen Farben!"

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Carlos Sainz in ungewohnten Farben: Williams ist seine neue Heimat Zoom Download

Auch seinen neuerlichen Teamwechsel nimmt Sainz, der sich mittlerweile zum Wandervogel unter den F1-Stars gemausert hat, mit einer Prise Humor, sagt: "Ich habe jetzt 50 Prozent der Teams durch in zehn Jahren. Das ist im Schnitt alle zwei Jahre ein neues Team."

Dabei stellt er klar: "Ich will das nicht als gut oder schlecht bewerten, aber es hat mir definitiv viel Erfahrung gebracht und Informationen darüber, wie verschiedene Teams arbeiten, wie verschiedene Organisationen in verschiedenen Kulturen arbeiten können." Dabei sei der Kulturschock diesmal definitiv am größten, "von einem italienischen Team zu einem britischen", so Sainz.

"Natürlich wird es wieder eine große Umstellung sein, aber nichts, woran ich nicht gewöhnt wäre, oder was ich nicht vorher schon gesehen hätte." Williams sei in jedem Fall "eine gute Herausforderung" für ihn, "auf die ich mich freue, die ich genießen will." Der ehemalige Toro-Rosso-, Renault-, McLaren- und Ferrari-Pilot stellt mit Blick auf seine neue Adresse klar: "Ich fühle mich gut und ich fühle mich zuhause, was die wichtigste Sache ist."

Sainz erstmals mit Mercedes: "Die größte Umstellung"

Eine große Neuerung gibt es für Sainz bei aller Erfahrung aber trotzdem: Einen Mercedes-Motor hatte der Spanier nämlich noch nie im Heck, ist bisher nur mit Aggregaten aus dem Hause Ferrari oder Renault gefahren. Nach seinen ersten Eindrücken bei den Testfahrten in Abu Dhabi und Silverstone sieht sich Sainz in Bezug auf die Power-Unit indes bestätigt: "Es ist definitiv die Sache, die du am meisten merkst, wenn du das Team wechselst."

"Die Geräusche, die Vibrationen, der Sound, alles verändert sich einfach komplett", sagt der Spanier. Auch, wenn er in erster Linie darauf bedacht gewesen sei, "die Aerodynamik, die Reifen, das mechanische Gefühl mit dem Auto und der Aero zu verstehen - die einzige Sache, an die ich mich in den ersten Runden anpassen musste, war, wie unterschiedlich eine Power-Unit sein kann".

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Die Nummer 55 hat zukünftig Mercedes-Power im Heck - erstmals überhaupt Zoom Download

Dabei gehe es nicht nur um den Winkel im Auto oder die reine Entfaltung der Leistung: "Auch um die Schalter, vor allem heutzutage, wo es in der Formel 1 so viel auf unseren Lenkrädern einzustellen gibt, wie die Verteilung, die Batterie, solche Dinge und Prozeduren, auch zur Sicherheit des Motors und der Power-Unit. Es ist bestimmt die größte Umstellung, an die ich mich bei Williams bisher anpassen musste."

Immerhin: Ein gutes Omen gibt es aber, wurde McLaren als Mercedes-Kundenteam im Vorjahr doch Konstrukteurs-Weltmeister. Wie schnell auch Williams allerdings in den Kampf um vordere Positionen eingreifen kann, das will Sainz noch nicht prognostizieren. "Es wäre eine Überraschung", antwortet er auf die Frage, ob bereits beim Auftakt in Melbourne Mitte März ein Podium drin sein könnte?

Lücke kleiner, aber Aufholjagd für Williams schwieriger

Unter Bezugnahme auf die Presserunden rund um die ersten Meter des neuen FW47 in Silverstone am Valentinstag, sagt Sainz: "Ihr habt von uns ja schon zu hören bekommen, dass wir über dieses Jahr ein bisschen als Übergangsjahr sprechen, ein Vorbereitungsjahr für die Möglichkeiten, die 2026 bringen könnte, um die Lücke zwischen dem Mittelfeld und da, wo Williams letztes Jahr war, zu den vier Top-Teams zu schließen."

Mit Blick auf die im Vorjahr aber teilweise engen Abstände im Qualifying stellt Sainz zufrieden fest: "Es scheint so, als sei diese Lücke kleiner denn je." Dennoch mahnt der Spanier auch vor zu großen Erwartungen, denn im Umkehrschluss steht für ihn genauso fest: "Diese drei oder vier Zehntel sind sehr schwer zu finden innerhalb des Kostendeckels, mit sehr eingeschränkten Regularien."

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Die erste Ausfahrt im neuen FW47 hat Sainz in Silverstone schon absolviert Zoom Download

Deshalb geht Sainz davon aus, dass selbst der Kampf um den Einzug in die Top 10 für Williams bisweilen eng werden kann. Top-5-Platzierungen oder gar Podien erwarte er nach aktuellem Stand ganz sicher nicht, dämpft Sainz die Ansprüche an sein neues Team.

Dennoch will der 30-Jährige betonen, dass seine ersten Eindrücke des brandneuen Dienstwagens positiv waren: "Alles hat wie geplant funktioniert und wir hatten gute 200 Testkilometer." Da aber nicht die echten Rennreifen verwendet werden durften, seien ernsthafte Rückschlüsse trotzdem schwierig: "Sie haben nichts mit dem zu tun, was wir normalerweise verwenden", sagt Sainz über die Reifen.

Während das Team und er die Vorbereitungen im Hintergrund weiter vorantreiben, etwa im Simulator in der Fabrik in Grove, steht für den Spanier für eine bessere Evaluierung der Hackordnung dennoch außer Frage: "Ich brauche jetzt einen richtigen Reifen und eine richtige Strecke." Bei den Testfahrten in Bahrain nächste Woche bekommt Sainz beides - danach weiß er schon etwas besser, ob ihn der blaue Williams nur schlanker, oder auch schneller macht.

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