• 28. Januar 2025 · 12:18 Uhr

Ehemaliger Teamchef: Lawson kommt bei Red Bull in ein "Minenfeld"

Teamchef Frits van Amersfoort hat bereits mit Liam Lawson und Max Verstappen gearbeitet und erklärt, welchen Fehler der Neuseeländer nicht machen sollte

(Motorsport-Total.com) - Liam Lawson hat erst elf Grand-Prix-Starts in der Formel 1 auf dem Buckel. Trotzdem hat ihn Red Bull zur Saison 2025 von den Racing Bulls an die Seite von Weltmeister Max Verstappen befördert und ihm damit den wohl härtesten Teamkollegen vor die Nase gesetzt, den man sich aktuell vorstellen kann.

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Liam Lawson wird bei Red Bull von Anfang an unter Druck stehen Zoom Download

Frits van Amersfoort hat in den Nachwuchsklassen bereits mit beiden Piloten gearbeitet und im exklusiven Interview mit der niederländischen Edition von Motorsport.com erklärt, dass er es Lawson durchaus zutraut, neben Verstappen nicht unterzugehen.

"Seitdem ist natürlich einiges passiert, und er hat sich vielleicht als Person verändert. Aber wenn es eine Person gibt, die viel Potenzial hat, dann ist er es", so der Niederländer, für dessen Team Lawson 2018 in der deutschen Formel-4-Meisterschaft gefahren ist.

Für den Neuseeländer war es damals seine erste Teilnahme an einer europäischen Rennserie, und für Van Amersfoort Racing holte er direkt drei Rennsiege und den zweiten Platz in der Meisterschaft. "Es wird interessant sein zu sehen, wie er sich bei Red Bull behauptet", so van Amersfoort.

Neben Verstappen "im Grunde kein Platz für andere"

"Es besteht - und da sind sich die Experten einig - eine große Gefahr, neben Max zu fahren. War Sergio Perez denn wirklich so schlecht oder wurde er mental zerstört? Oder hat er sich vielleicht selbst mental zerstört? Das ist für mich als Außenstehender schwer zu beurteilen."

"Aber ich spreche aus Erfahrung, wenn ich sage, dass die Verstappens nicht die einfachsten sind. Sie lassen im Grunde keinen Platz für einen anderen", so der Niederländer, für den im Laufe der Jahre sowohl Vater Jos als später auch Sohn Max gefahren sind.


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Max Verstappen ging dabei 2014 in der Formel-3-Europameisterschaft für Van Amersfoort Racing an den Start, holte dabei zehn Siege und den dritten Platz in der Meisterschaft. Anschließend zog ihn Red Bull mit gerade einmal 17 Jahren zu Toro Rosso in die Formel 1 hoch.

"Es ist ein Minenfeld, in dem sich Liam befindet, aber man kann ein Angebot, bei Red Bull Racing zu fahren, natürlich nicht ablehnen", weiß van Amersfoort, der hofft, dass es Lawson wie einst Verstappen macht. Denn auch den habe Red Bull damals ins kalte Wasser geworfen.

Kein "Welpenschutz" für Lawson bei Red Bull

"Der Leistungsdruck wird vom ersten Tag an enorm sein", warnt der Teamchef und erklärt: "Wenn [Liam] klug ist, wird er akzeptieren, dass er am Anfang eine Zeit lang die zweite Geige spielen muss." Er solle demnach nicht versuchen, Verstappen gleich ab dem ersten Rennen zu schlagen.

Er hoffe vielmehr, "dass Liam und Max eine Beziehung entwickeln, in der sie sich gegenseitig helfen, anstatt gegeneinander zu arbeiten." Und auch bei Red Bull selbst erwartet man übrigens nicht, dass Lawson gleich auf Verstappen-Niveau fahren wird.


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"Wir erwarten keine Siege, aber er sollte regelmäßig Punkte einfahren und näher an Max dran sein, als Checo [Perez] es war. 0,2 bis 0,3 Sekunden wären ein zufriedenstellendes Fenster", so Helmut Marko gegenüber Sport Bild.

Sollte er das nicht schaffen, dann genieße Lawson allerdings "keinen Welpenschutz", stellt der Österreicher auch klar - und bestätigt damit van Amersfoorts Aussage in Sachen Leistungsdruck bei Red Bull.

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