"Was zur Hölle?": Warum sich Tsunoda nicht zurückrunden durfte

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Redaktion
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"Was zur Hölle?": Warum sich Tsunoda nicht zurückrunden durfte

Beitrag von Redaktion » 14.11.2022, 10:18

Yuki Tsunoda kam ein Boxenstopp während der zweiten Safety-Car-Phase in Brasilien teuer zu stehen: Warum er sich danach nicht mehr zurückrunden durfte

Vor seinem Stopp lag Tsunoda direkt hinter dem Führenden Russell

Beim Grand Prix von Brasilien wurde Yuki Tsunoda am Sonntag das unglückliche Opfer einer unerwarteten Anomalie in der Kontrolle von Safety-Car-Situationen durch die FIA. Der AlphaTauri-Pilot büßte zwei Positionen ein und fiel weit hinter Fahrer zurück, mit denen er eigentlich hätte kämpfen müssen.

Nach der Kontroverse beim letztjährigen Grand Prix von Abu Dhabi beschloss der Automobil-Weltverband, das System zur Identifizierung der überrundeten Autos, die sich während einer Safety-Car-Phase selbst zurückrunden dürfen, zu automatisieren.

In Abu Dhabi wurden nur einige Autos am Führenden Lewis Hamilton vorbeigelassen, sodass zwischen ihm und Max Verstappen kein Verkehr mehr herrschte. Währenddessen waren zwischen Verstappen und dem drittplatzierten Carlos Sainz aber immer noch Autos, was den Red Bull vor einem Angriff schützte.

Dadurch wurde der Überrundungsvorgang ausreichend beschleunigt, um Zeit für einen Neustart zu gewinnen und Verstappen die Chance zu geben, Hamilton, der auf viel älteren Reifen unterwegs war, zu überholen und die Weltmeisterschaft zu gewinnen.

In der Boxengasse zurückgerundet

Um eine Wiederholung dessen zu vermeiden, wurde die Zeitmessungssoftware der Formel 1 so geändert, dass die überrundeten Autos automatisch gekennzeichnet werden und sich somit vor dem Neustart zurückrunden können. In Brasilien betraf das neben Tsunoda das Williams-Duo Alex Albon und Nicholas Latifi.Tsunoda lag direkt hinter dem Führenden George Russell, als AlphaTauri die Gelegenheit nutzte, ihn während des Safety-Cars zum Reifenwechsel an die Box zu holen. Dabei war er in der Boxengasse kurzzeitig schneller als die Autos draußen und rundete sich technisch gesehen für einen Moment selbst zurück.Wieder auf der Strecke reihte sich Tsunoda dann zwar als Sechster wieder ein - hinter Russell, dem überrundeten Albon, Lewis Hamilton, Sergio Perez und Carlos Sainz.

Die wahre Story hinter dem Zoff bei Red Bull

Was das Quali in Monaco mit dem Streit zwischen Verstappen und Perez zu tun hat und wie eine Verschwörung den ersten Sieg von Russell überschattet. Weitere Formel-1-Videos

Doch wegen seines "Überholmanövers" in der Box galt er laut dem automatischen System schon als zurückgerundet und war nun nicht mehr berechtigt, dies noch einmal zu tun. Als die Meldung erschien, dass die überrundeten Fahrzeuge jetzt überholen dürfen, wurden nur die Nummern von Albon und Latifi angezeigt.Tsunodas Ingenieur zögerte, als er die Meldung sah, und sagte: "Du kannst überholen... Standby, Standby." In dem Durcheinander überholte Tsunoda zunächst Sainz, blieb dann aber hinter Perez, während Latifi, mit dem der Japaner um die Position kämpfte, ihn überholte und an den vorderen Autos vorbeifuhr.Als Tsunoda fragte, ob er überholen dürfe, wurde ihm gesagt: "Negativ, kein Überholen", worauf er antwortete: "Was zum Teufel, was machen wir hier?" Dann hieß es: "Position halten Yuki, nicht überholen." Daraufhin ließ er Sainz wieder vorbei und stellte seinen ursprünglichen Platz in der Warteschlange wieder her.

Tsunoda muss Feld vorbeilassen

Beim Neustart trennte Tsunoda Sainz somit immer noch von seinen Verfolgern, angeführt von Charles Leclerc. Um deren Rennen nicht zu stören, wies ihn sein Ingenieur an, die schnelleren Autos vorbeizulassen, sodass der AlphaTauri-Pilot beinahe zum Stehen kam, als er das gesamte Feld passieren ließ.

Tsunoda wurde infolgedessen auf dem 17. und letzten Platz abgewunken - noch hinter Albon und Latifi. Wenn er beim Neustart an der ihm zustehenden Position gefahren wäre, hätte er beide mit seinen frischen Reifen eigentlich schlagen müssen. Und er hätte wahrscheinlich sogar noch mehr Plätze gutmachen können.

Auf die Frage, was passiert war, zeigte sich Tsunoda direkt nach dem Rennen ratlos: "Mir wurde gesagt, dass man in der Reihe bleiben muss. Ich weiß nicht, warum. Wahrscheinlich die FIA. Ich denke, ich habe um Platz fünf gekämpft oder so etwas in der Art!"


F1: Grand Prix von Brasilien (Sao Paulo) 2022 - Sonntag

Lewis Hamilton (Mercedes) und George Russell (Mercedes)

Das automatische System war nie dazu gedacht, einen Fahrer auf diese Weise zu benachteiligen oder ein überrundetes Auto unter solchen Umständen in der Mitte des Feldes stecken zu lassen. Die FIA betont jedoch, dass keine Fehler gemacht worden seien: "Alle Systeme haben korrekt und vorschriftsmäßig funktioniert."

FIA erklärt: Es war alles korrekt

Die "ungewöhnliche Situation" sei den "Besonderheiten der Strecke und des Szenarios" geschuldet. In diesem habe Tsunoda nach dem Einsatz des Safety-Cars die Safety-Car-Linie 1 als Erster passiert. In der folgenden Runde überquerte er diese daher als Erster zum zweiten Mal, was ihn zur Rückrundung berechtigt.

"Zu diesem Zeitpunkt fuhr er jedoch in die Boxengasse ein und war in der Lage, schneller zu fahren als die Autos hinter dem Safety-Car. Dabei hat er sich beim Überqueren der Kontrolllinie in der Boxengasse selbst zurückgerundet", so die Erklärung weiter.

"Als er wieder auf die Strecke zurückkehrte, zeigten die Systeme korrekt an, dass er wieder eine Runde Rückstand hatte. Da er sich jedoch bereits einmal selbst zurückgerundet, durfte er dies nach Ablauf der Safety-Car-Phase nicht noch einmal tun." Dazu seien laut Timing nur Latifi und Albon berechtigt gewesen.

"Dies ist zwar ein sehr ungewöhnliches Szenario", resümiert die FIA, "aber es gab keine System- oder Verfahrensfehler - es ist eines dieser unvorhersehbaren Szenarien, die passieren können. E gibt keine unmittelbaren Änderungen, die umgesetzt werden müssen."

Für die Zukunft soll die Situation aber "im Rahmen der normalen Überprüfungsverfahren diskutiert werden", um gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.


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Re: "Was zur Hölle?": Warum sich Tsunoda nicht zurückrunden durfte

Beitrag von Spocki » 14.11.2022, 10:22

Und wem ist es wiedermal NICHT aufgefallen?

"Wenn auch Sie oder Ihr Fragen habt..."

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Re: "Was zur Hölle?": Warum sich Tsunoda nicht zurückrunden durfte

Beitrag von reiskocher_gtr_specv » 14.11.2022, 10:23

Amateure tun halt Amateurdinge. "Automatisches Rückrundungssystem in der Software" your ass!

Man muss doch nur auf die Strecke schauen und hatte Ewigkeiten Zeit, das zu tun.
'25 wird meine 46. F1 Saison in Folge. Ich war auch schon mal jünger. :eh:
Hier könnte Ihre Werbung stehen. Zielgruppe: Rollator/Sauerstoffgeräte.
#KeepFightingMichael

Such reiskocher, such. :wink:

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Re: "Was zur Hölle?": Warum sich Tsunoda nicht zurückrunden durfte

Beitrag von Sportsmann » 14.11.2022, 10:40

Es hat alles bestens funktioniert, dann ist das doch toll, das fördert richtig das Vertrauen wenn die Systeme korrekt sind aber das Ergebnis am Ende falsch XD. Erstens sollte man das System mal ganz schnell anpassen, so dass die überrundeten Fahrzeuge ab und an aktualisiert werden - eine Einzelmessung kann ja nicht Sinn der Sache sein. Zum Anderen, wie Reiskocher schon schreibt, war genug Zeit, dass sich eine Rennleitung die Liste der Fahrer anschaut und dann wie früher üblich kommuniziert, um Anomalien aus der Welt zu schaffen.
Einerseits finde ich es grausam, andererseits bin ich der FIA dankbar dafür, dass sie uns regelmäßig erinnert, dass Technikgläubigkeit ein großer Fehler ist.
Suche Job als "Besserwisser" (Strategie & Operatives), PN an mich :nod:
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Re: "Was zur Hölle?": Warum sich Tsunoda nicht zurückrunden durfte

Beitrag von DerF1Experte » 14.11.2022, 10:55

Nein, nein und nochmal nein. Diese Rennleitung ist ein Totalversagen. Gibt’s jetzt eigentlich eine Konsequenz, denn im Regelwerk steht jetzt ja „ALLE“.
Schau gerne mal beim "Sebastian Vettel #SV5 Fanclub" vorbei.

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Re: "Was zur Hölle?": Warum sich Tsunoda nicht zurückrunden durfte

Beitrag von Dr.owowitz » 14.11.2022, 11:01

Tsunoda hätte laut eigener Aussage um P 5 gekämpft?
Ja, wenn vor ihm noch 7 Autos ausfallen...
bei seinen Leistungen dieses Jahr, ist es ein Wunder, dass er bleiben darf.

Es sind schon deutlich bessere Fahrer aus der F1 verschwunden... :ninja:

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Re: "Was zur Hölle?": Warum sich Tsunoda nicht zurückrunden durfte

Beitrag von toddquinlan » 14.11.2022, 11:07

was kann die FIA? Reich werden bei Verträgen mit korrupten Diktatoren, ansonsten so ziemlich rein gar nix

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Re: "Was zur Hölle?": Warum sich Tsunoda nicht zurückrunden durfte

Beitrag von DaGenius » 14.11.2022, 11:18

Dr.owowitz hat geschrieben: 14.11.2022, 11:01 Tsunoda hätte laut eigener Aussage um P 5 gekämpft?
Ja, wenn vor ihm noch 7 Autos ausfallen...
bei seinen Leistungen dieses Jahr, ist es ein Wunder, dass er bleiben darf.

Es sind schon deutlich bessere Fahrer aus der F1 verschwunden... :ninja:

Das ist schonmal wieder absoluter Käse. Es gibt im Feld Fahrer wie Stroll, Schumacher, Zhou, Ricciardo welche alle zum Teil deutlich größere Punkte Abstände zum Teamkollegen haben. Sicher ist er nicht das 2020 erwartete Wunderkind, kein Verstappen, Leclerc oder Russel. Aber zum ordentlichen Mittelfeld im Bereich Bottas, Albon, Magnussen, Ocon reicht es allemal. Zumal auch sein hitziges Gemüt immer besser wird und er sich auf der Strecke wenig abräummaneuver alla Ricciardo, Stroll, Latifi leistet. Also mal die Kirche im dorf lassen. Selbst Gasly ( den es jetzt einen Sch... Dreck interessieren dürfte ob Tsunoda bleibt oder nicht ) hat bestätigt das er sich immer weiter steigert und besser wird. Auch im Quali schon Gasly geschlagen hat. Und in Sachen Rennen dieses Jahr steht es zwischen den beiden aktuell bei 6:4 für Gasly.
Dann müsste man Zhou auch locker rauskegeln, sein Vergleich mit Bottas dieses Jahr im Rennen liegt bei 9:1.

Abwarten was nächstes Jahr passiert wenn er die Leaderrolle übernehmen soll und einen sehr sehr guten Rookie an die Seite bekommt. Den sollte er dann im Griff haben. Wenn nicht unterschreibe ich das ganze gern. Dann sollte er wirklich eine andere Rennserie in Betracht ziehen.

Aber das ist eben der gleiche Blödsinn wie mit Schumacher. Letztes Jahr hab ich im Forum hier dieses Abfuck von Hype nicht verstanden. Alles wurde schön geredet, alles war perfekt. Ich hab noch gesagt, abwarten, fahren lassen. Dieses Jahr hat er ein nicht so pralles Jahr und der Tenor dreht sich um 180*... das wars, weg mit Ihm etc, ich wäre ebenfalls dafür ihm noch eine Chance zu geben. Neue Fahrzeuge, alle sind Jung ( Schumi, Tsunoda, Zhou ). Lasst Sie sich an die neuen Autos gewöhnen und sich austesten. Statt immer gleich raus zu werfen. Nicht alle sind schnellstarter und Überflieger. Manchmal braucht sowas Zeit. Keiner von uns hat die geringste Ahnung wie hart der Druck und die Anforderungen für das F1 fahren ist.
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Re: "Was zur Hölle?": Warum sich Tsunoda nicht zurückrunden durfte

Beitrag von Dopp.Ex » 14.11.2022, 11:19

Redaktion hat geschrieben: 14.11.2022, 10:18 "Dies ist zwar ein sehr ungewöhnliches Szenario", resümiert die FIA, "aber es gab keine System- oder Verfahrensfehler - es ist eines dieser unvorhersehbaren Szenarien, die passieren können. E gibt keine unmittelbaren Änderungen, die umgesetzt werden müssen."Für die Zukunft soll die Situation aber "im Rahmen der normalen Überprüfungsverfahren diskutiert werden", um gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.Link zum Newseintrag Autor kontaktieren
Logisch gab es keinen Systemfehler - das System hat genauso funktioniert, wie es programmiert ist. Dass das System hier den Unterschied Rennstrecke / Boxengasse offenbar nicht berücksichtigt, liegt am Programmierauftrag und dessen Umsetzung, also der typische menschliche Fehlerfaktor.

Hatte Alpha Tauri bei der Rennleitung nachgefragt oder selber auf Grund der Anzeige entschieden, dass er nicht überholen darf?
Andererseits hätte dieser Missstand auf der Strecke dem Rennleiter oder sonst jemandem im Kontrollraum auffallen müssen.

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Re: "Was zur Hölle?": Warum sich Tsunoda nicht zurückrunden durfte

Beitrag von BaHave » 14.11.2022, 11:20

"Als er wieder auf die Strecke zurückkehrte, zeigten die Systeme korrekt an, dass er wieder eine Runde Rückstand hatte. Da er sich jedoch bereits einmal selbst zurückgerundet, durfte er dies nach Ablauf der Safety-Car-Phase nicht noch einmal tun." Dazu seien laut Timing nur Latifi und Albon berechtigt gewesen.

"Dies ist zwar ein sehr ungewöhnliches Szenario", resümiert die FIA, "aber es gab keine System- oder Verfahrensfehler - es ist eines dieser unvorhersehbaren Szenarien, die passieren können. E gibt keine unmittelbaren Änderungen, die umgesetzt werden müssen."
Na dann ist ja alles gut! :facepalm:

TypC

Re: "Was zur Hölle?": Warum sich Tsunoda nicht zurückrunden durfte

Beitrag von TypC » 14.11.2022, 11:21

DerF1Experte hat geschrieben: 14.11.2022, 10:55 Nein, nein und nochmal nein. Diese Rennleitung ist ein Totalversagen. Gibt’s jetzt eigentlich eine Konsequenz, denn im Regelwerk steht jetzt ja „ALLE“.
In den Regeln steht immer noch any und nicht all. Was aber auch immer noch gleichbedeutend ist...

Und warum sollte es Konsequenzen geben? Es ist ja alles korrekt gelaufen. War halt Pech für Tsunoda bzw. hätte sein Team da mitdenken müssen.

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Re: "Was zur Hölle?": Warum sich Tsunoda nicht zurückrunden durfte

Beitrag von DerF1Experte » 14.11.2022, 11:30

TypC hat geschrieben: 14.11.2022, 11:21
DerF1Experte hat geschrieben: 14.11.2022, 10:55 Nein, nein und nochmal nein. Diese Rennleitung ist ein Totalversagen. Gibt’s jetzt eigentlich eine Konsequenz, denn im Regelwerk steht jetzt ja „ALLE“.
In den Regeln steht immer noch any und nicht all. Was aber auch immer noch gleichbedeutend ist...

Und warum sollte es Konsequenzen geben? Es ist ja alles korrekt gelaufen. War halt Pech für Tsunoda bzw. hätte sein Team da mitdenken müssen.
Also soweit ich weiß wurde das in Alle umgeändert. Darum und um die zusätzliche Runde ging es ja bei der ganzen Debatte..?
Schau gerne mal beim "Sebastian Vettel #SV5 Fanclub" vorbei.

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TypC

Re: "Was zur Hölle?": Warum sich Tsunoda nicht zurückrunden durfte

Beitrag von TypC » 14.11.2022, 11:44

DerF1Experte hat geschrieben: 14.11.2022, 11:30 Also soweit ich weiß wurde das in Alle umgeändert. Darum und um die zusätzliche Runde ging es ja bei der ganzen Debatte..?
Schau doch einfach nach. Da steht immer noch "any lapped cars" und es gibt keinen Grund zur Änderung, weil es in der Praxis nach wie vor all cars bedeutet. Es gibt auch keine wirkliche Debatte, Masi hat es halt falsch gemacht.

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Re: "Was zur Hölle?": Warum sich Tsunoda nicht zurückrunden durfte

Beitrag von Dr.owowitz » 14.11.2022, 12:09

DaGenius hat geschrieben: 14.11.2022, 11:18
Dr.owowitz hat geschrieben: 14.11.2022, 11:01 Tsunoda hätte laut eigener Aussage um P 5 gekämpft?
Ja, wenn vor ihm noch 7 Autos ausfallen...
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Das ist schonmal wieder absoluter Käse. Es gibt im Feld Fahrer wie Stroll, Schumacher, Zhou, Ricciardo welche alle zum Teil deutlich größere Punkte Abstände zum Teamkollegen haben. Sicher ist er nicht das 2020 erwartete Wunderkind, kein Verstappen, Leclerc oder Russel. Aber zum ordentlichen Mittelfeld im Bereich Bottas, Albon, Magnussen, Ocon reicht es allemal. Zumal auch sein hitziges Gemüt immer besser wird und er sich auf der Strecke wenig abräummaneuver alla Ricciardo, Stroll, Latifi leistet. Also mal die Kirche im dorf lassen. Selbst Gasly ( den es jetzt einen Sch... Dreck interessieren dürfte ob Tsunoda bleibt oder nicht ) hat bestätigt das er sich immer weiter steigert und besser wird. Auch im Quali schon Gasly geschlagen hat. Und in Sachen Rennen dieses Jahr steht es zwischen den beiden aktuell bei 6:4 für Gasly.
Dann müsste man Zhou auch locker rauskegeln, sein Vergleich mit Bottas dieses Jahr im Rennen liegt bei 9:1.

Abwarten was nächstes Jahr passiert wenn er die Leaderrolle übernehmen soll und einen sehr sehr guten Rookie an die Seite bekommt. Den sollte er dann im Griff haben. Wenn nicht unterschreibe ich das ganze gern. Dann sollte er wirklich eine andere Rennserie in Betracht ziehen.

Aber das ist eben der gleiche Blödsinn wie mit Schumacher. Letztes Jahr hab ich im Forum hier dieses Abfuck von Hype nicht verstanden. Alles wurde schön geredet, alles war perfekt. Ich hab noch gesagt, abwarten, fahren lassen. Dieses Jahr hat er ein nicht so pralles Jahr und der Tenor dreht sich um 180*... das wars, weg mit Ihm etc, ich wäre ebenfalls dafür ihm noch eine Chance zu geben. Neue Fahrzeuge, alle sind Jung ( Schumi, Tsunoda, Zhou ). Lasst Sie sich an die neuen Autos gewöhnen und sich austesten. Statt immer gleich raus zu werfen. Nicht alle sind schnellstarter und Überflieger. Manchmal braucht sowas Zeit. Keiner von uns hat die geringste Ahnung wie hart der Druck und die Anforderungen für das F1 fahren ist.
Ja, nun, Äpfel mit Birnen zu vergleichen, das hat schon was für sich, dient jedoch nicht der Sache...
Bei besseren Autos ist der Punkteabstand mutmaßlich höher. Ich meine, schau dir an, wie weit Perez hinter Verstappen liegt. Dennoch hatte der Mexikaner ne gute Saison. Warum Stroll F1 fährt, darüber brauchen wir nicht reden.
Und zu Ricciardo muss man auch nichts mehr sagen. Seine Leistungen sind, warum auch immer, bodenlos. Die Aktion gestern war symptomatisch. Ein verzweifelter Versuch nochmal Aufmerksamkeit zu erlangen. Ist ihm gelungen, im negativen Sinne.
Von Zhou halte ich noch nicht all zu viel, hat sich aber zwischenzeitlich etwas gesteigert.

Im Umkehrschluss kann man auch in Tsunoda´s Sinne sagen: der Alpha Tauri 2022 ist eben Murks, verglichen mit dem Vorgängermodell... gemessen an gasly enttäuscht er aber zu häufig. Und dass er die Karre nicht mehr wegschmeißt, halte ich für ein Gerücht. Im Zweifel schießt er sogar den Teamkollegen ab. Naja, sowas passiert. Selbst den Besten.

Ich glaube grundsätzlich keinem Hype. Und mit Leistung hat er das bisher auch nie gerechtfertigt. Ausnahmen bestätigen die Regel. Ich sehe ihn nicht ganz auf einem Niveau mit den von dir genannten Mittelfeldfahrern. Bei meiner Aussage, dass schon bessere Fahrer die F1 unfreiwillig verlassen haben, da kamen mir Namen wie Sato oder Kobayashi in den Sinn.
Die haben mehr gezeigt und es hat trotzdem nicht gereicht.

Für Tsunoda spricht, dass er noch sehr jung ist. Sollte er nächste Saison allerdings das interne Duell verlieren, dann wird es Zeit sich anderweitig zu orientieren. Die Zeit kann man ihm geben, muss man aber nicht.
Früher wurden RB-Junioren sehr schnell ausgewechselt, selbst wenn sie ordentliche Leistungen zeigten.
So gesehen hat er Glück, dass RB dem Nachwuchs nun etwas mehr Zeit zu geben scheint.

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Re: "Was zur Hölle?": Warum sich Tsunoda nicht zurückrunden durfte

Beitrag von Dr.owowitz » 14.11.2022, 12:15

Was die Regel angeht: ich finde generell, dass die Überrundeten Fahrer sich viel früher sollten zurückrunden dürfen. Im betroffenen Sektor kann man ja dann mit VSC Deltas operieren und die Geschwindigkeit drosseln, auf der freien Strecke sollten sie Gas geben dürfen. So würde sich die SC-Phase nicht unnötig in die Länge ziehen, es gäbe keine Verwirrung und auch kein Sicherheitsrisiko für Fahrer & Streckenposten

FIA dazu: Warum einfach & sinnvoll, wenn es kompliziert & sinnlos geht?

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