Alexander Albon während des Rennens in Mexiko
Mit den Plätzen zwölf und 18 für Alexander Albon und Nicholas Latifi wurde das Williams-Team beim Großen Preis von Mexiko etwas unter Wert geschlagen. Obwohl beide Piloten in Q1 ausschieden und von ganz hinten ins Rennen gehen mussten, zeigte der Williams eine gute Pace.
"Ehrlich gesagt, bin ich sehr zufrieden", sagt Albon nach dem Rennen. "Ich habe das Gefühl, dass unsere Pace relativ stark war, wenn man bedenkt, wo wir am Freitag waren. Am Start hatten wir eine Art technisches Problem. Das Auto hatte ziemlich viele Zündaussetzer. So sind wir auf Platz 19 zurückgefallen."
"Und dann fielen natürlich Fernando und Yuki aus, aber alle anderen haben wir entweder auf der Strecke oder durch unsere Strategie überholt. Ich bin also wirklich glücklich. P6 war in Sichtweise, das war also eine gute Rennpace", so der Thailänder.
Albon: Vettel zu überholen war der Schlüssel
Der Williams-Pilot war auf der richtigen Strategie unterwegs, da er - anders als viele andere Fahrer - den langsamen harten Reifen vermeiden konnte und direkt vom Medium-Reifen auf den Soft-Reifen wechselte. Mit Runde 38 erfolgte der Reifenwechsel jedoch ziemlich früh, sodass Albon fast das halbe Rennen auf der weicheren Mischung fahren musste.
Auf die Frage, wie schwierig es war, die Soft-Reifen am Anfang des Stints zu schonen, sagt er: "Es ist ein thermisches Rennen, und die 'Dirty-Air' ist hier schrecklich, denn die Bremsen werden heiß, und das macht die Reifen heiß. Der Abtrieb ist dann natürlich auch weg, und man braucht hier wirklich saubere Luft, um die Reifen zu schonen."
"Aber jeder hat so viel zu tun, dass man in eine Art Prozessionsrennen gerät, bei dem jeder nur noch mit den Reifen haushaltet. Wir haben also gut daran getan, die Lücken der sauberen Luft in unserer Strategie zu finden", erklärt er.
Albon fügt hinzu: "Was unser Rennen wirklich verändert hat, war die Tatsache, dass wir an Sebastian [Vettel] vorbeikamen, denn ich denke, das hat es uns ermöglicht, saubere Luft mit den Reifen zu bekommen und weiter nach vorne zu fahren."
Latiti vom Teamkollegen überrundet: Was war da los?
Mit seiner guten Pace gelang es dem Thailänder auch, seinen Teamkollegen Nicholas Latifi zu überrunden, der allerdings ein Schaden an seinem Williams-Boliden hatte, wie er nach dem Rennen bestätigt.Hätte Mercedes mit anderer Strategie gewonnen?
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