Carlos Sainz wurde die letzte Kurve zum Verhängnis
Ohne Charles Leclerc und Sergio Perez in Q3 standen die Zeichen für Carlos Sainz gut, dass er in Kanada in die erste Startreihe fahren würde. Doch der Spanier musste sich im Qualifying von Montreal (Formel 1 2022 live im Ticker) mit Rang drei begnügen, weil Landsmann Fernando Alonso überraschend noch auf Platz zwei gefahren war.
Zwischenzeitlich sah es mit einer absoluten Bestzeit im ersten Sektor sogar nach einer möglichen Poleposition aus, doch ein überambitionierter Versuch in der letzten Kurve kostete den Ferrari-Piloten sogar Rang zwei, wie er im Anschluss zugibt.
"Ich habe mich im Auto ganz okay gefühlt, vor allem mit Regenreifen. Als die Strecke abgetrocknet ist, hatte ich jedoch das Gefühl, dass die anderen einen größeren Schritt gemacht haben und mir vielleicht ein paar Zehntel gefehlt haben", sagt Sainz.
Vor allem Max Verstappen sei bei abtrocknender Strecke noch einmal schneller geworden. "Ich wusste, dass ich in Q3 eine sehr, sehr gute Runde brauchen würde, wenn ich ihm die Poleposition klauen will", so der Spanier, der mit einer absoluten Bestzeit im ersten Sektor auch sehr gut begann.
Fehler in letzter Kurve kostet Platz zwei
"Aber im zweiten Sektor habe ich nicht den Grip gefunden, den ich erwartet hatte", schildert er. Sainz wusste vor der letzten Schikane, dass er mutmaßlich hinten liegen würde, und legte noch einmal alles hinein. "Aber das war vermutlich nicht die richtige Entscheidung und hat mich wohl Platz zwei gekostet."
Sainz spricht von einer halben Sekunde, die er dort verloren habe. Verstappen war mit acht Zehntelsekunden Vorsprung ohnehin außer Reichweite, doch sein Fehler ebnete den Weg für Alonso, der sich um 0,152 Sekunden noch vor Sainz schob. "Der Fehler hat mich auf Platz drei gebracht, aber ansonsten sind wir morgen in einer guten Position", sagt er.
Sainz hofft auf einen guten Kampf gegen Verstappen, ist aber auch gespannt, wie man mit Alonso umgehen kann, "der das ganze Wochenende über sehr schnell war."
Sainz schreibt Sieg nicht ab
Gerne würde der Ferrari-Pilot seinen ersten Sieg in der Formel 1 holen und hat dieses Ziel für den Sonntag noch nicht aufgegeben: "In der Formel 1 kann alles passieren", sagt er. "Wenn ich einen guten Start habe und dann direkt hinter Max sein könnte, dann können wir versuchen zu folgen und ihn unter Druck zu setzen."Analyse: So kam's zum irren Grid in Kanada!
Er kann's also doch: Im Qualifying in Montreal war der Mick Schumacher die große Sensation. Für Sebastian Vettel hingegen setzte es eine Enttäuschung. Weitere Formel-1-Videos
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