Vettel über Saudi: "Wie mutig kann man sein, wenn man bezahlt ist?"

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Vettel über Saudi: "Wie mutig kann man sein, wenn man bezahlt ist?"

Beitrag von Redaktion » 26.03.2022, 14:41

Sebastian Vettel hat in einem Interview darüber gesprochen, welchen Umgang die Formel 1 mit Ländern wie Saudi-Arabien pflegen sollte

Sebastian Vettels Team wird von Aramco und damit indirekt vom saudischen Regime finanziert

Sebastian Vettel ist womöglich, das unterstellen viele, die dieser Tage über die Formel 1 berichten, gar nicht so unglücklich darüber, dass er aktuell zu Hause in der Schweiz sitzt und Nico Hülkenberg an seiner Stelle beim Grand Prix von Saudi-Arabien den Aston Martin fährt.Aston Martins Kommunikation zu Vettels erneutem Fernbleiben war ziemlich knapp. Kein Wort darüber, ob ein positiver Coronatest der Grund dafür war, dass er zu Hause ist und nicht in Dschidda. Und auch kein Wort darüber, wie sehr es Vettel bedauert, ausgerechnet den wichtigen Heim-Grand-Prix von Aston Martins Titelsponsor Aramco zu verpassen.Zum Thema Saudi-Arabien hat sich Vettel schon geäußert, lange bevor die Bombe auf die Aramco-Anlage in Dschidda, ganz in der Nähe der Rennstrecke, gefallen ist. Das Thema sei "schwierig", sagt er in einem von der 'FAZ' veröffentlichten Doppelinterview mit Klimaaktivistin Luisa Neubauer ("Fridays for Future"), das auch bei der 'dpa' und dem 'Bayerischen Rundfunk' erschienen ist."Wie unabhängig kann man sein, wenn man auf der Lohnliste steht? Man kann sagen: Boykottieren, gar nicht erst hingehen", sagt Vettel. Und er muss sich damit auch selbst meinen, wenn er von Unabhängigkeit und finanziellen Zusammenhängen spricht, schließlich fährt er für ein Team, das aus saudischen Petrodollars subventioniert wird."Anderseits kann man mit dem Gedanken hingehen: Wir vertreten unsere westlichen Werte, zeigen unsere Freiheit und stehen dafür ein", stimmt Vettel ein in das Narrativ, das die Formel 1 selbst am liebsten erzählt, dass der Motorsport den "Wind of Change" in diese Länder bringen soll. "Die Frage ist, wie mutig man sein kann, wenn man bezahlter Gast ist", weiß er.Es sei "Teil des Geschäftsmodells, dass Austragungsorte sehr viel Geld dafür in die Hand nehmen", ein Formel-1-Rennen austragen zu dürfen: "Traut man sich, etwas dagegen zu unternehmen, wenn man dort ist? Andererseits gibt es gewisse Werte, für die wir einstehen müssen, weil sie größer sind als finanzielle Interessen", unterstreicht der 34-Jährige.

Was dafür spricht, dass Vettel nicht zurückkehrt

"Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat" gibt's jetzt als Video! Nach Bahrain ist für uns Sebastian Vettel der Verlierer des Wochenendes. Weitere Formel-1-Videos

Die Diskussion darüber wird die Formel 1 nach dem Wochenende in Saudi-Arabien führen müssen. Ob es nicht vielleicht doch einen strengen Wertekodex braucht, an den sich die Partner der Formel 1 zu halten haben, und wenn nicht, dann gibt's eben keinen Grand Prix. "Man muss den Sport allgemein in die Pflicht nehmen", fordert Vettel."Es ist ein Spagat zwischen finanziellen Interessen, um den Sport so auszutragen, wie wir ihn kennen, und der kritischen Betrachtung. Es geht nicht nur um Saudi-Arabien und Bahrain, die Olympischen Spiele waren in China. Die Frage ist, wie viele Länder noch übrigbleiben, wenn man sich allein den Formel-1-Kalender ansieht", weiß er.Im Grunde genommen, philosophiert er, sollten diese Fragen "einfach" zu beantworten sein, denn: "Es geht ja um Vorbilder, gerade auch für junge Leute. Einerseits ist es Unterhaltung, anderseits hat man auch Verantwortung und sollte schauen, dass man mit den richtigen Werten und Symbolen vorangeht", sagt Vettel.

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rot

Re: Vettel über Saudi: "Wie mutig kann man sein, wenn man bezahlt ist?"

Beitrag von rot » 26.03.2022, 14:55

Hat Vettel nicht auch Anteile von Aston Martin gekauft? Wählt die Grünen, wohnt in der Schweiz, fährt Formel1 und hat Aramco als Titelsponsor. Irgendwas beisst sich da.

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Re: Vettel über Saudi: "Wie mutig kann man sein, wenn man bezahlt ist?"

Beitrag von Shogun » 26.03.2022, 15:01

rot hat geschrieben: 26.03.2022, 14:55 Hat Vettel nicht auch Anteile von Aston Martin gekauft? Wählt die Grünen, wohnt in der Schweiz, fährt Formel1 und hat Aramco als Titelsponsor. Irgendwas beisst sich da.
Und trifft sich mit Frau Neubauer. Ihre FFF Bewegung ist auch eine sehr zwielichtige Gruppe

rot

Re: Vettel über Saudi: "Wie mutig kann man sein, wenn man bezahlt ist?"

Beitrag von rot » 26.03.2022, 15:08

Shogun hat geschrieben: 26.03.2022, 15:01
rot hat geschrieben: 26.03.2022, 14:55 Hat Vettel nicht auch Anteile von Aston Martin gekauft? Wählt die Grünen, wohnt in der Schweiz, fährt Formel1 und hat Aramco als Titelsponsor. Irgendwas beisst sich da.
Und trifft sich mit Frau Neubauer. Ihre FFF Bewegung ist auch eine sehr zwielichtige Gruppe
FFF? Ach, da war doch noch was.


„nicht vertretbar, eine weiße Person mit Dreadlocks auf unserer Bühne zu haben“,

Weiße Menschen mit Dreadlocks würden sich „den Teil einer anderen Kultur aneignen ohne die systematische Unterdrückung dahinter zu erleben.“

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Re: Vettel über Saudi: "Wie mutig kann man sein, wenn man bezahlt ist?"

Beitrag von speedrunner » 26.03.2022, 15:24

rot hat geschrieben: 26.03.2022, 15:08
Shogun hat geschrieben: 26.03.2022, 15:01
rot hat geschrieben: 26.03.2022, 14:55 Hat Vettel nicht auch Anteile von Aston Martin gekauft? Wählt die Grünen, wohnt in der Schweiz, fährt Formel1 und hat Aramco als Titelsponsor. Irgendwas beisst sich da.
Und trifft sich mit Frau Neubauer. Ihre FFF Bewegung ist auch eine sehr zwielichtige Gruppe
FFF? Ach, da war doch noch was.


„nicht vertretbar, eine weiße Person mit Dreadlocks auf unserer Bühne zu haben“,

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Re: Vettel über Saudi: "Wie mutig kann man sein, wenn man bezahlt ist?"

Beitrag von Munster » 26.03.2022, 15:25

rot hat geschrieben: 26.03.2022, 14:55 Hat Vettel nicht auch Anteile von Aston Martin gekauft? Wählt die Grünen, wohnt in der Schweiz, fährt Formel1 und hat Aramco als Titelsponsor. Irgendwas beisst sich da.
Das wundert Dich? Die Grünen und ihre Wähler an sich sind an Widersprüchlichkeit nicht zu überbieten.

Kleines Beispiel: Wollen Klima-/Umweltschutz, Bio und Nachhaltigkeit, aber gleichzeitig die unbegrenzte Einwanderung aus Afrika und dem arabischen Raum.
Fragt sich wie viel der durchschnittliche afrikanische oder arabische Migrant so mit Bio, Nachhaltigkeit und Umweltschutz am Hut hat? So etwas ist in deren Herkunftsländern in der Regel überhaupt kein Thema.

Die Grünen sind so ziemlich das Schlimmste was in der allgemeinen Parteienlandschaft existiert; eine reine Wohlstandspartei, die nur von Wohlhabenden und Studenten/Schülern gewählt wird. Jeder gewöhnliche Arbeitnehmer und Steuerzahler kann es sich überhaupt nicht leisten die Grünen zu wählen.

Seit Vettel sich als Grünen-Wähler geoutet hat, ist er bei mir vollkommen unten durch und ich habe mal große Stücke auf ihn gehalten.

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Re: Vettel über Saudi: "Wie mutig kann man sein, wenn man bezahlt ist?"

Beitrag von Spocki » 26.03.2022, 15:33

speedrunner hat geschrieben: 26.03.2022, 15:24
rot hat geschrieben: 26.03.2022, 15:08
Shogun hat geschrieben: 26.03.2022, 15:01

Und trifft sich mit Frau Neubauer. Ihre FFF Bewegung ist auch eine sehr zwielichtige Gruppe
FFF? Ach, da war doch noch was.


„nicht vertretbar, eine weiße Person mit Dreadlocks auf unserer Bühne zu haben“,

Weiße Menschen mit Dreadlocks würden sich „den Teil einer anderen Kultur aneignen ohne die systematische Unterdrückung dahinter zu erleben.“

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Die haben hochgradig einen an der Waffel. :lol:
Da haben einige in der Organisation einen richtigen Fehler gemacht. Deswegen aber gleich alle damit zu verunglimpfen finde ich falsch.
WTF :wall:

Das ist Diskriminierung per excellence. Das ist strafbar - ich hätte die angezeigt was ist das für eine Scheiße???

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Re: Vettel über Saudi: "Wie mutig kann man sein, wenn man bezahlt ist?"

Beitrag von NR6-KeepFightingMSC » 26.03.2022, 15:34

Munster hat geschrieben: 26.03.2022, 15:25
rot hat geschrieben: 26.03.2022, 14:55 Hat Vettel nicht auch Anteile von Aston Martin gekauft? Wählt die Grünen, wohnt in der Schweiz, fährt Formel1 und hat Aramco als Titelsponsor. Irgendwas beisst sich da.
Das wundert Dich? Die Grünen und ihre Wähler an sich sind an Widersprüchlichkeit nicht zu überbieten.

Kleines Beispiel: Wollen Klima-/Umweltschutz, Bio und Nachhaltigkeit, aber gleichzeitig die unbegrenzte Einwanderung aus Afrika und dem arabischen Raum.
Fragt sich wie viel der durchschnittliche afrikanische oder arabische Migrant so mit Bio, Nachhaltigkeit und Umweltschutz am Hut hat? So etwas ist in deren Herkunftsländern in der Regel überhaupt kein Thema.

Die Grünen sind so ziemlich das Schlimmste was in der allgemeinen Parteienlandschaft existiert; eine reine Wohlstandspartei, die nur von Wohlhabenden und Studenten/Schülern gewählt wird. Jeder gewöhnliche Arbeitnehmer und Steuerzahler kann es sich überhaupt nicht leisten die Grünen zu wählen.

Seit Vettel sich als Grünen-Wähler geoutet hat, ist er bei mir vollkommen unten durch und ich habe mal große Stücke auf ihn gehalten.
"Wen wählst du eigentlich?"
"Die Grünen, wieso?"
"Boah du ne, damit ist unsere Freundschaft beendet. Hab dich mal für n guten Mensch gehalten, aber diese eine Sache, ne, das passt menschlich gar nicht."

Was wählst du denn? Komm, lass uns auch mal über dich lästern :)

Und nein, ich wähle nicht die Grünen, aber das geht mir einfach nur noch auf die Nerven.
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Re: Vettel über Saudi: "Wie mutig kann man sein, wenn man bezahlt ist?"

Beitrag von Ishigaki-kun » 26.03.2022, 15:56

NR6-KeepFightingMSC hat geschrieben: 26.03.2022, 15:34
Munster hat geschrieben: 26.03.2022, 15:25
rot hat geschrieben: 26.03.2022, 14:55 Hat Vettel nicht auch Anteile von Aston Martin gekauft? Wählt die Grünen, wohnt in der Schweiz, fährt Formel1 und hat Aramco als Titelsponsor. Irgendwas beisst sich da.
Das wundert Dich? Die Grünen und ihre Wähler an sich sind an Widersprüchlichkeit nicht zu überbieten.

Kleines Beispiel: Wollen Klima-/Umweltschutz, Bio und Nachhaltigkeit, aber gleichzeitig die unbegrenzte Einwanderung aus Afrika und dem arabischen Raum.
Fragt sich wie viel der durchschnittliche afrikanische oder arabische Migrant so mit Bio, Nachhaltigkeit und Umweltschutz am Hut hat? So etwas ist in deren Herkunftsländern in der Regel überhaupt kein Thema.

Die Grünen sind so ziemlich das Schlimmste was in der allgemeinen Parteienlandschaft existiert; eine reine Wohlstandspartei, die nur von Wohlhabenden und Studenten/Schülern gewählt wird. Jeder gewöhnliche Arbeitnehmer und Steuerzahler kann es sich überhaupt nicht leisten die Grünen zu wählen.

Seit Vettel sich als Grünen-Wähler geoutet hat, ist er bei mir vollkommen unten durch und ich habe mal große Stücke auf ihn gehalten.
"Wen wählst du eigentlich?"
"Die Grünen, wieso?"
"Boah du ne, damit ist unsere Freundschaft beendet. Hab dich mal für n guten Mensch gehalten, aber diese eine Sache, ne, das passt menschlich gar nicht."

Was wählst du denn? Komm, lass uns auch mal über dich lästern :)

Und nein, ich wähle nicht die Grünen, aber das geht mir einfach nur noch auf die Nerven.

Er hat da aber schon recht. Immer wird über die Grünen geschimpft und auf sie eingeschlagen, dabei sind die völlig harmlos. Die Gefahr geht von den Grünen-Wählern aus. Denn erst diese verleihen den Grünen ihre Macht.

Ich halte menschlich auch nichts mehr von Vettel, unter anderem weil er die Grünen wählt. Allerdings ist das nicht der Hauptgrund, sondern einer von vielen. Ich hatte das Gefühl, seit er nicht mehr an alte Erfolge anknüpfen konnte, tendierte er immer mehr in Richtung soziale Themen und Umwelt. Das wirkte auf mich, wie als wollte er gegenüber Hamilton nicht noch schlechter dastehen, als er dies schon tat. So war Hamilton nicht nur auf der Strecke der bessere Fahrer, nein er war ihm Abseits der Rennfahrerei ethisch auch überlegen, so setzte sich Hamilton schon viel früher gegen Rassismus, Diskriminierung etc. ein. Vettel wirkte auf mich, als fühlte er sich gezwungen auch neben der Strecke positiv aufzufallen. Sonst wäre er nicht nur der auf der Strecke geschlagene Verlierer, sondern auch noch der ethische Verlierer.

Sprüche wie "bring back the fukking V12s!" sind ja kaum in Einklang mit Umweltschutz zu bringen, schließlich waren es vorallem auch ökologische Aspekte, warum man schrittweise auf kleinere Motoren bis hin zu den derzeitigen Hybridantrieben setzte. Das zeigt dass er noch gar nicht so lange seine ökologische Einstellung vertritt.
"Ich würde Ferrari davon abraten irgendeinen Techniker oder Mechaniker von Mercedes zu holen. Laut Wolff bricht die Karre ja in jedem Rennen fast auseinander." -Calvin :lol:

Vettel-Fans: "Das kann jedem mal passieren." ...ständig XD

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Re: Vettel über Saudi: "Wie mutig kann man sein, wenn man bezahlt ist?"

Beitrag von Manisch » 26.03.2022, 16:08

Fand das besagte Interview tatsächlich nur so mittel.

Der Gedanke der Initiatoren war vermutlich, dass man versucht, zwei "Gegensätze" hinzustellen, die sich am Ende ein wenig fetzen. Aber letztlich hat Neubauer kaum etwas gesagt - Vettel hingegen ziemlich viel, teils mit wenig Fokus.

Allerdings merkt man dabei auch, dass es eben nicht schwarz-weiß ist und Vettel sehr bemüht ist, eine möglichst differenzierte Sichtweise zu äußern.

Neubauer hat einen eigenen Podcast, da war Vettel am 21. Februar zu Gast. Ich glaube, das könnte erkenntnisreicher sein, habs aber zugegeben selber noch nicht gehört.
AfD verbieten (:

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Animus Apparatus
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Re: Vettel über Saudi: "Wie mutig kann man sein, wenn man bezahlt ist?"

Beitrag von Animus Apparatus » 26.03.2022, 16:08

Spocki hat geschrieben: 26.03.2022, 15:33
speedrunner hat geschrieben: 26.03.2022, 15:24
rot hat geschrieben: 26.03.2022, 15:08

FFF? Ach, da war doch noch was.


„nicht vertretbar, eine weiße Person mit Dreadlocks auf unserer Bühne zu haben“,

Weiße Menschen mit Dreadlocks würden sich „den Teil einer anderen Kultur aneignen ohne die systematische Unterdrückung dahinter zu erleben.“

https://m.faz.net/aktuell/gesellschaft/ ... 06731.html

Die haben hochgradig einen an der Waffel. :lol:
Da haben einige in der Organisation einen richtigen Fehler gemacht. Deswegen aber gleich alle damit zu verunglimpfen finde ich falsch.
WTF :wall:

Das ist Diskriminierung per excellence. Das ist strafbar - ich hätte die angezeigt was ist das für eine Scheiße???
Wenn man sich die Mühe macht den Artikel der FAZ zu lesen, dann erfährt man darin etwas sehr interessantes und lehrreiches zum eigentlichen Hintergrund. Im Artikel sind 2 Zitate einer bundesweit agierenden BIPoC-Bewegung. (BIPoC steht für Schwarze, Indigene und People of Color.)
Hier der sehr wichtige Absatz mit diesen beiden Zitaten:
"Inhaltlich unterstütze man die Entscheidung der Hannoveraner Gruppe aber. „Dreadlocks sind ein Widerstandssymbol von Schwarzen Menschen gegen die Unterdrückung durch die weiße Mehrheitsgesellschaft. Wenn Weiße sich Dreadlocks machen, geht dieser Aspekt verloren.“ In der laufenden Debatte wünsche er sich deshalb, dass man People of Color zuhöre. „Unsere Kultur wurde durch den Kolonialismus ohnehin ausradiert. Wenn Weiße dann einfach die Eigenschaften übernehmen, die ihnen gefallen, ist das verletzend.“

Die FFF haben daher genau im Sinne dieser oder vielleicht sogar vieler oder alle BIPoC-Bewegung gehandelt.
Und nur Persons of Color, die tatsächlich Diskriminierung, Rassismus und Unterdrückung erlebt haben, können und dürfen so etwas bewerten. Wir als wohlsandsverwöhnte, weiße Alleshaber, die "Diskriminierung!!! Das ist verboten!!!" brüllen, wenn es Persons of Color nicht gut finden, dass wir Dreadlocks haben, wir sollten uns nicht Anmaßen die Wünsche von Persons of Color zu ignorieren und das sogar selbst als Diskriminierung bezeichnen.

Klar, wenn wir aufgrund unserer Hautfarbe Jahrhunderte lang ausgebeutet, versklarvt, unterdrückt, gefoltert und getötet worden wären, dann könnten wir es uns anmaßen beim Thema "ich werde diskriminiert" mitzureden. Aber da wir Weißen diejeningen waren, die die anderen Jahrundertelang unterdrückt und ausgebeutet haben, und es immer noch tun.
Wir sollen manchmal lieber nach dem Motto "Reden ist Silber. Schweigen ist Gold." agieren.

In diesem Sinne...einfach mal die F***** halten.

Peace!


Zum generellen Thema "Diskriminierung von / Rassismus gegen Weiße" ein recht interessanter und leicht verständlich geschriebener Artikel
https://sz-magazin.sueddeutsche.de/will ... smus-89490
Zuletzt geändert von Animus Apparatus am 26.03.2022, 16:14, insgesamt 2-mal geändert.
"Learning that we're only immortal for a limited time"

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Ignorance and prejudice and fear walk hand in hand"

Neil Peart R.I.P. 1952 - 2020

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Re: Vettel über Saudi: "Wie mutig kann man sein, wenn man bezahlt ist?"

Beitrag von Orange Army 33 » 26.03.2022, 16:09

Und dann ist Vettel auch noch Fan von Eintracht Frankfurt, seitdem ist er menschlich auch bei mir unten durch :rotate:

rot

Re: Vettel über Saudi: "Wie mutig kann man sein, wenn man bezahlt ist?"

Beitrag von rot » 26.03.2022, 16:16

speedrunner hat geschrieben: 26.03.2022, 15:24
rot hat geschrieben: 26.03.2022, 15:08
Shogun hat geschrieben: 26.03.2022, 15:01

Und trifft sich mit Frau Neubauer. Ihre FFF Bewegung ist auch eine sehr zwielichtige Gruppe
FFF? Ach, da war doch noch was.


„nicht vertretbar, eine weiße Person mit Dreadlocks auf unserer Bühne zu haben“,

Weiße Menschen mit Dreadlocks würden sich „den Teil einer anderen Kultur aneignen ohne die systematische Unterdrückung dahinter zu erleben.“

https://m.faz.net/aktuell/gesellschaft/ ... 06731.html

Die haben hochgradig einen an der Waffel. :lol:
Da haben einige in der Organisation einen richtigen Fehler gemacht. Deswegen aber gleich alle damit zu verunglimpfen finde ich falsch.
Wie bei den Russen.... :mrgreen:


Wenn jemand derart medienwirksam einen Fehler begeht inkusive Verlautbarung zur Begründung, ohne dass dies intern korrigiert wurde, dann ist die Organisation schlicht nicht zu gebrauchen. Es ist ja auch nicht so, dass die Organisation zurückgekrebst wäre. Stattdessen wurde Maltzahn erst ein Ultimatum gestellt, die Haare abzurasieren.
Kurz darauf hat sich FFF nochmals geäussert mit "Haareschneiden verletze das Persönlichkeitsrecht". Dabei wird aber gleich von der Unterdrückung von Frauen gelabert.

Und das, obwohl «Frauen in dieser sexistischen Gesellschaft häufig aufgrund ihres Aussehens zurechtgewiesen werden und sich nicht frei so kleiden und zeigen können, wie sie wollen».


Der Auftritt der Sägerin ist dennoch gestrichen inklusive erneuter Stellungnahme:

Dreadlocks seien «erst durch die Versklavung schwarzer Menschen aus afrikanischen Ländern und Indien in die USA gebracht» und später in Bürgerrechtsbewegungen zum Widerstandssymbol schwarzer Menschen geworden. «Wenn eine weisse Person also Dreadlocks trägt, dann handelt es sich um kulturelle Aneignung.» Und weiter: «Schwarze Widerstandssymbole» hätten «auf weissen Köpfen» nichts zu suchen.

Das Pack soll am Freitag arbeiten gehen wie alle anderen normalen Menschen auch. Oder von mir aus nen Wald pflanzen oder sonst was Sinnvolles....

rot

Re: Vettel über Saudi: "Wie mutig kann man sein, wenn man bezahlt ist?"

Beitrag von rot » 26.03.2022, 16:23

Animus Apparatus hat geschrieben: 26.03.2022, 16:08
Spocki hat geschrieben: 26.03.2022, 15:33
speedrunner hat geschrieben: 26.03.2022, 15:24
Da haben einige in der Organisation einen richtigen Fehler gemacht. Deswegen aber gleich alle damit zu verunglimpfen finde ich falsch.
WTF :wall:

Das ist Diskriminierung per excellence. Das ist strafbar - ich hätte die angezeigt was ist das für eine Scheiße???
Wenn man sich die Mühe macht den Artikel der FAZ zu lesen, dann erfährt man darin etwas sehr interessantes und lehrreiches zum eigentlichen Hintergrund. Im Artikel sind 2 Zitate einer bundesweit agierenden BIPoC-Bewegung. (BIPoC steht für Schwarze, Indigene und People of Color.)
Hier der sehr wichtige Absatz mit diesen beiden Zitaten:
"Inhaltlich unterstütze man die Entscheidung der Hannoveraner Gruppe aber. „Dreadlocks sind ein Widerstandssymbol von Schwarzen Menschen gegen die Unterdrückung durch die weiße Mehrheitsgesellschaft. Wenn Weiße sich Dreadlocks machen, geht dieser Aspekt verloren.“ In der laufenden Debatte wünsche er sich deshalb, dass man People of Color zuhöre. „Unsere Kultur wurde durch den Kolonialismus ohnehin ausradiert. Wenn Weiße dann einfach die Eigenschaften übernehmen, die ihnen gefallen, ist das verletzend.“

Die FFF haben daher genau im Sinne dieser oder vielleicht sogar vieler oder alle BIPoC-Bewegung gehandelt.
Und nur Persons of Color, die tatsächlich Diskriminierung, Rassismus und Unterdrückung erlebt haben, können und dürfen so etwas bewerten. Wir als wohlsandsverwöhnte, weiße Alleshaber, die "Diskriminierung!!! Das ist verboten!!!" brüllen, wenn es Persons of Color nicht gut finden, dass wir Dreadlocks haben, wir sollten uns nicht Anmaßen die Wünsche von Persons of Color zu ignorieren und das sogar selbst als Diskriminierung bezeichnen.

Klar, wenn wir aufgrund unserer Hautfarbe Jahrhunderte lang ausgebeutet, versklarvt, unterdrückt, gefoltert und getötet worden wären, dann könnten wir es uns anmaßen beim Thema "ich werde diskriminiert" mitzureden. Aber da wir Weißen diejeningen waren, die die anderen Jahrundertelang unterdrückt und ausgebeutet haben, und es immer noch tun.
Wir sollen manchmal lieber nach dem Motto "Reden ist Silber. Schweigen ist Gold." agieren.

In diesem Sinne...einfach mal die F***** halten.

Peace!


Zum generellen Thema "Diskriminierung von / Rassismus gegen Weiße" ein recht interessanter und leicht verständlich geschriebener Artikel
https://sz-magazin.sueddeutsche.de/will ... smus-89490
Bla bla bla....... :facepalm:

So lange ihr Menschen nach ethnischer Herkunft und Hautfarbe unterscheidet, gar Kulturgut einer Ethnie zuschreibt und anderen verbietet, wird Rassismus immer bestehen bleiben, da ihr selbst nach Rassen unterscheidet. Für den grossteil der Menschen sind das Menschen. Punkt.


Frei nach Clint Eastwood:

Wir leben auf jeden Fall in einem neuen Zeitalter, und ich bin mir nicht immer sicher, ob die Dinge besser sind. Manchmal habe ich das Gefühl, wir entwickeln uns zurück. Besonders wenn es um Rassismus geht. Auf der anderen Seite sind alle so überempfindlich. Ich bin zu Zeiten aufgewachsen, wo man sich fiese Dinge oder unschmeichelhafte Spitznamen an den Kopf geworfen hat und wir darüber lachen konnten. Heute versucht dir jeder ein schlechtes Gewissen zu machen, wenn du nicht genau auf der aktuellen Linie liegst.

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Lieblingsfahrer: RUS

Re: Vettel über Saudi: "Wie mutig kann man sein, wenn man bezahlt ist?"

Beitrag von Spocki » 26.03.2022, 16:29

Animus Apparatus hat geschrieben: 26.03.2022, 16:08 Klar, wenn wir aufgrund unserer Hautfarbe Jahrhunderte lang ausgebeutet, versklarvt, unterdrückt, gefoltert und getötet worden wären, dann könnten wir es uns anmaßen beim Thema "ich werde diskriminiert" mitzureden. Aber da wir Weißen diejeningen waren, die die anderen Jahrundertelang unterdrückt und ausgebeutet haben, und es immer noch tun.
Wir sollen manchmal lieber nach dem Motto "Reden ist Silber. Schweigen ist Gold." agieren.

In diesem Sinne...einfach mal die F***** halten.
Wer ist denn "Wir"? Und weißt du welche Hautfarbe ich habe? Oder andere hier? Und wieso spielt das eine Rolle für dich?

In diesem Sinne....einfach Mal nachdenken, wer hier den Unterschied macht bei der Hautfarbe.

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