Spocki hat geschrieben: ↑26.03.2022, 15:33
speedrunner hat geschrieben: ↑26.03.2022, 15:24
rot hat geschrieben: ↑26.03.2022, 15:08
FFF? Ach, da war doch noch was.
„nicht vertretbar, eine weiße Person mit Dreadlocks auf unserer Bühne zu haben“,
Weiße Menschen mit Dreadlocks würden sich „den Teil einer anderen Kultur aneignen ohne die systematische Unterdrückung dahinter zu erleben.“
https://m.faz.net/aktuell/gesellschaft/ ... 06731.html
Die haben hochgradig einen an der Waffel.
Da haben einige in der Organisation einen richtigen Fehler gemacht. Deswegen aber gleich alle damit zu verunglimpfen finde ich falsch.
WTF
Das ist Diskriminierung per excellence. Das ist strafbar - ich hätte die angezeigt was ist das für eine Scheiße???
Wenn man sich die Mühe macht den Artikel der FAZ zu lesen, dann erfährt man darin etwas sehr interessantes und lehrreiches zum eigentlichen Hintergrund. Im Artikel sind 2 Zitate einer bundesweit agierenden BIPoC-Bewegung. (BIPoC steht für Schwarze, Indigene und People of Color.)
Hier der sehr wichtige Absatz mit diesen beiden Zitaten:
"Inhaltlich unterstütze man die Entscheidung der Hannoveraner Gruppe aber. „Dreadlocks sind ein Widerstandssymbol von Schwarzen Menschen gegen die Unterdrückung durch die weiße Mehrheitsgesellschaft. Wenn Weiße sich Dreadlocks machen, geht dieser Aspekt verloren.“ In der laufenden Debatte wünsche er sich deshalb, dass man People of Color zuhöre. „Unsere Kultur wurde durch den Kolonialismus ohnehin ausradiert. Wenn Weiße dann einfach die Eigenschaften übernehmen, die ihnen gefallen, ist das verletzend.“
Die FFF haben daher genau im Sinne dieser oder vielleicht sogar vieler oder alle BIPoC-Bewegung gehandelt.
Und nur Persons of Color, die tatsächlich Diskriminierung, Rassismus und Unterdrückung erlebt haben, können und dürfen so etwas bewerten. Wir als wohlsandsverwöhnte, weiße Alleshaber, die "Diskriminierung!!! Das ist verboten!!!" brüllen, wenn es Persons of Color nicht gut finden, dass wir Dreadlocks haben, wir sollten uns nicht Anmaßen die Wünsche von Persons of Color zu ignorieren und das sogar selbst als Diskriminierung bezeichnen.
Klar, wenn wir aufgrund unserer Hautfarbe Jahrhunderte lang ausgebeutet, versklarvt, unterdrückt, gefoltert und getötet worden wären, dann könnten wir es uns anmaßen beim Thema "ich werde diskriminiert" mitzureden. Aber da wir Weißen diejeningen waren, die die anderen Jahrundertelang unterdrückt und ausgebeutet haben, und es immer noch tun.
Wir sollen manchmal lieber nach dem Motto "Reden ist Silber. Schweigen ist Gold." agieren.
In diesem Sinne...einfach mal die F***** halten.
Peace!
Zum generellen Thema "Diskriminierung von / Rassismus gegen Weiße" ein recht interessanter und leicht verständlich geschriebener Artikel
https://sz-magazin.sueddeutsche.de/will ... smus-89490